Ende der 80er Jahre war ich zweimal in Florida. Im Jahr 2014 war ich mit meinem Mann in den USA. Damals haben wir eine wunderschöne Reise von Boston nach New York mit dem Auto erlebt. Und voriges Jahr waren wir wieder dort. Diesmal an der Westküste. Von San Francisco ging es per Flieger nach Las Vegas und mit dem Auto weiter nach Los Angeles. Wir sind froh das wir die USA noch vor der Wahl bereisen konnten. Denn damals zeichnete sich schon das ab, was heute Wirklichkeit für die Einwohner Amerikas geworden ist. Von den damals schönen Erlebnissen können wir heute noch zehren.
Ich liebe die Serie „Sex and the city“ und den Nachfolger „And just like that“. Umso schöner ist es, dass ich mir damals einen Traum erfüllen konnte. Wir haben das Appartement von Carrie Bradshaw in der 66th Perry Street im West Village besucht. Das war ein so wunderschöner Moment. Einige Fans der Serie hatten denselben Gedanken und so stand man andächtig vor den Stufen des Hauses und machte Fotos für die Ewigkeit. Verrücktes Huhn wie ich nun mal so bin, konnte ich es nicht lassen das „heilige Geländer“ zu küssen. Es sei aber erwähnt, dass ich vorher einen „Cosmopolitan“ in einem kleinen New Yorker Restaurant getrunken hatte und daher auf diese spontane Idee kam! 


Als wir voriges Jahr die Westküste bereist haben und die Wahlen bevorstanden, haben wir erstaunlich wenig Wahlwerbung gesehen. In Utah haben wir einige „MAGA“-Fahnen gesehen, aber Gott sei dank ansonsten sehr wenig. Kalifornien ist demokratisch eingestellt. Utah ist republikanisch denkend und Nevada ein sogenannter „SwingState“, also eher gemischt, aber eher liberal ausgerichtet und mit demokratischen Tendenzen. Als wir in San Francisco waren, konnten wir das TV-Duell zwischen Kamala Harris und Donald Trump live verfolgen und wir waren so gespannt, da wir der Meinung waren, dass sich Kamala Harris gut geschlagen und die erste weibliche Präsidentin der USA werden kann. Wir hatten soviel Hoffnung. Umso schlimmer war es, als die Wahl gelaufen war und Amerika Donald Trump als erneuten Präsident wählte.
Die USA waren und sind ein teures Land. Was Trump seinen Wählern versprochen hat, dass er z. B. für Jobs sorgt und das Leben in den USA erschwinglich wird und noch vieles mehr, dass hat er bis heute nicht eingehalten. Und seine Wähler scheinen ihm vieles zu verzeihen bzw. wollen nicht sehen, in welche Richtung sich ihr Land entwickelt. Es vergeht kein Tag, an dem man mal keine negativen Schlagzeilen über den Präsidenten der Vereinigten Staaten hören bzw. lesen muss. Amerika wie wir es kennenlernen durften, das gibt es leider nicht mehr. Und keiner weiß so genau wie es weitergeht im Land der unbeschränkten Möglichkeiten.