Für immer Auwi – Teil 3

Dienstag

Jeden Tag haben wir ihn besucht, anfangs hat er uns noch erkannt, die weiteren Tage hat er nur noch geschlafen und wurde nur wach, wenn er spürte, dass wir an seinem Bett saßen und schlief dann wieder ein.

Dann kam der Dienstag, als sich mein geliebter Papa auf seine letzte Reise machte. Seitdem ich wusste, dass mein Papa nur noch wenige Tage leben würde, war ich in höchster Anspannung. Ich war schon auf dem Weg ins Krankenhaus, als mich über die Freisprecheinrichtung im Auto ein Anruf aus der Klinik erreichte. Ich drehte um, rief meine beste Freundin P. an, denn ich war nicht mehr in der Lage selbst zum Krankenhaus zu fahren, mein Mann kam sofort aus dem Büro hinterher. Noch nie zuvor hatte ich eine solche Angst ein Zimmer zu betreten wie in diesem Moment. Ich hatte es meinem Papa versprochen, er sollte nicht alleine sein beim Sterben. Wir setzten uns an sein Bett und waren einfach da. Und es war mir in diesem Moment so unbegreiflich, dass da ein Mensch lag, der in den nächsten Stunden sterben würde und der für mich als Papa ein Fels in der Brandung war, immer so besorgt um mich war und der soviel schönes im Leben erleben durfte. So unglaublich friedlich lag er da und schlief. Ich habe ihn gestreichelt, seine Hand gehalten und doch schlief er weiter und wurde nicht mehr wach. In den Stunden bis mein Vater starb hatte ich Angst, dass unsere Anwesenheit ihn dabei stören könnte loszulassen. Doch im Nachhinein war diese Sorge unbegründet. Das Klinikpersonal war so liebevoll, schaute ab und zu ins Zimmer und kümmerte sich auch um mich und meinen Mann sehr aufmerksam.

Lebensende

Die Palliativmedizin kennt bestimmte Methoden, die letzte Phase für den Sterbenden so liebevoll wie möglich zu gestalten. Nach einiger Zeit brachte man einen sogenannten „Snoezele-Wagen“ ins Zimmer.  Dieser besteht aus einem Lichtprojektor, der einen Himmel an Wand und Decke projiziert,  eine Duftlampe mit Lavendelaroma sowie einen CD-Player, der mit ruhiger Musik für eine beinah paradiesische Atmosphäre sorgt. Es dauerte nicht lange und ich konnte spüren, dass mein Vater diese Wahrnehmungen immer mehr entspannte. Dann ist er für immer eingeschlafen, ganz sanft und friedlich. Ich hätte nie für möglich gehalten wie würdevoll und ruhig Sterben sein kann. Wenn mein Vater es irgendwie gespürt haben sollte, wie sanft er von dieser Welt gehen durfte, ich glaube es hätte ihm gefallen. Mein Mann und ich saßen an seinem Sterbebett und trotzdem konnten wir es nicht fassen. Er hatte seine Krankheit überwunden, keine Schmerzen mehr. Mein Papa sah so friedlich und entspannt aus.

Es ist hilfreich, wenn man als Angehöriger auf einer Palliativstation alle Zeit der Welt bekommt, mit dem verstorbenen geliebten Menschen noch viel Zeit verbringen zu können. Ebenso wichtig ist die anschließende psychologische Betreuung, die wir bekamen. Denn den sterbenden Vater bis zum letzten Atemzug zu begleiten ist eine sehr belastende Situation.  Dennoch beruhigt es mich im Nachhinein, dass wir ihm seinen Wunsch erfüllen konnten, nicht alleine zu sein beim Sterben.

Seitdem sind 15 Monate vergangen. Und ich vermisse meinen Vater jeden Tag. Es ist verdammt schwer damit fertig zu werden, wenn die Eltern nicht mehr da sind.

Der Trauerredner auf Papas Beisetzung hat einen sehr tröstlichen Vergleich gezogen: Das Leben ist vergleichbar mit einer Zugfahrt.

Wir steigen ein, treffen unsere Eltern und meinen, dass sie immer mit uns reisen werden,  aber an irgendeinem Halt steigen sie aus und wir müssen ohne sie weiterreisen. Doch es werden viele Passagiere in den Zug steigen: Verwandte, Freunde, Kollegen, vielleicht sogar die Liebe unseres Lebens.

Einige werden aussteigen und eine große Leere hinterlassen. Bei anderen werden wir gar nicht merken, dass sie ausgestiegen sind. Und wir wissen auch nicht, an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen. Wenn der Moment gekommen ist, wo unsere Eltern aussteigen und deren Plätze  leer sind, sollen nur schöne Gedanken an sie bleiben und für immer im Zug des eigenen Lebens mitreisen. Als die Trauerfeier zur Beisetzung mit einem Gebet endete, nahm ich allen Mut zusammen und habe die Urne meines Vaters bis zur Grabstelle getragen. Die Bestatterin hat sie am Kolumbarium übernommen und in die Grabkammer zu meiner lieben Mutter gestellt. Das war der Moment wo ich loslassen musste und mein Vater aus meinem Zug des Lebens ausgestiegen ist.

 

 

Ich habe immer noch daran zu knabbern, dass mein Vater nun nicht mehr bei uns ist. Das Schreiben dieses Artikels hat mir dabei geholfen, das Erlebte zu verarbeiten. Es ist ein wunderschönes Gefühl so wunderbare Eltern gehabt zu haben. Ich erinnere mich so gerne an die beiden und oft sprechen wir im Freundeskreis über sie.

So werden sie für immer einen Platz in unserer Mitte haben.

Für immer Auwi – Teil 2

Rückzug

Mein lieber Papa veränderte sich immer mehr. Er nahm innerhalb kürzester Zeit sehr stark ab, entwickelte eine  starke Heiserkeit, was im Spätstadium dieser Krankheit typisch ist. Früher haben wir täglich telefoniert, meistens abends und haben uns alle Erlebnisse erzählt oder über das aktuelle Tagesgeschehen gequatscht und viel gelacht.  Das wurde zusehends weniger, ich spürte das er sich immer mehr in sich zurückzog und sein Lebenswille abnahm.

Papa und ich

Das brach mir das Herz und trotzdem musste ich stark bleiben. Es kam der Tag, als wir darüber sprachen, ob er weitermachen wollte mit all den für ihn nur noch quälenden Therapien. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass er es nicht mehr für sich machte, sondern nur noch für mich, weil er genau wusste, wie sehr ich ihn doch liebte und ihn nicht verlieren wollte. Die Zeit nach dem Tod meiner Mutter hat uns tatsächlich noch mehr zusammengeschweißt, als es vorher schon der Fall war.

Es war einer der Tage, an der die Bestrahlungsphase zu Ende war, es aber keine merkliche Besserung seines Zustandes gab und sein Onkologe ihn nach einer weiteren schweren Chemo mit einer 24-Stunden-Chemo (eine Art „Chemo to Go“, die am Port angeschlossen war und innerhalb eines Tages durchlief) nach Hause schickte. Es ist schlimm, wenn du als Tochter merkst, dass dein Vater keine Kraft mehr hat und dir klar wird, es geht nicht mehr. Umso wichtiger ist es, dass man offen kommunizieren kann. Trotzdem war es so schwer für mich, die entscheidende Frage zu stellen. Und als die Frage gestellt war, kam die prompte Antwort: „Ich kann nicht mehr, ich bin mit meiner Kraft am Ende“. Wir haben beide geweint, so sehr dass wir beinahe nicht mehr aufhören konnten. Irgendwann konnte ich ihn beruhigen und habe ihm versprochen, dass er sich um mich keine Sorgen machen müsse, ich sei stark genug, ich halte das aus für ihn, aus unendlicher Liebe.

Liebe

Papas Zustand verschlechterte sich zusehends.  Irgendwann ging es  für ihn zu Hause nicht mehr und ich musste ihn in ein Krankenhaus bringen. Dort war er fürs erste gut aufgehoben. Es war ebenfalls sein Wunsch nicht zu Hause zu sterben, also haben wir überlegt, ob ein Hospiz in Frage käme. Ich habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, etwas passendes zu finden. Aber das schlimme  ist, dass es kurzfristig kaum Möglichkeiten gibt, Plätze in einem Hospiz zu bekommen. Allerdings wurde ein Platz auf der Palliativstation eines Krankenhauses frei und ich war der Meinung, ich hätte nun etwas mehr Zeit ein Hospiz in unserer Nähe zu finden.

Doch mein Vater entschied anders. Als wir ihn wie jeden Tag besuchten, kam uns die zuständige Ärztin entgegen und bat uns um ein Gespräch, bevor wir zu ihm gingen. Mein Vater hatte entschieden, dass die künstliche Ernährung eingestellt werden soll.  Auch wenn ich auf seine Entscheidung vorbereitet war, es zog mir den Boden unter den Füßen weg. Einige Tage zuvor war ich gefragt worden, ob mein Vater eine Patientenverfügung hat. Diese lag vor und wir brachten Sie ins Krankenhaus. Die Ärztin teilte uns mit, dass es gute palliative  Möglichkeiten gibt, seine   Schmerzen zu lindern und ihm die Angst vor dem Sterben zu nehmen. Von einem auf den anderen Moment wurde mir bewusst, dass das Leben meines Vaters nun endete.  Mir liefen die Tränen. Die Gedanken die ich in diesem Moment hatte, kann man als einen Film der Vergangenheit mit meinen Eltern beschreiben.   Aber ich konnte nachvollziehen, dass es für ihn so nicht mehr lebenswert war. Ein Leben voller Schmerzen, die Lebensqualität mit allem was zu einem schönen Leben und Erleben für ihn dazugehört hatte, war nicht mehr vorhanden. Ebenfalls hatte man ihn um einen Tag Bedenkzeit gebeten. Für uns war es sehr schwer, das Krankenzimmer zu betreten und erste Worte zu finden, weiß der geliebte Papa doch nun, dass wir von seinem Wunsch in Würde gehen zu dürfen, wissen. Wir alle haben geweint, geweint aus Liebe und aus vollstem Verständnis. Noch nie zuvor waren wir uns so dermaßen nahe wie in seinen letzten Tagen. Wir haben von unserem gemeinsamen schönen Lebensweg gesprochen und über seine Wünsche für uns beide, wie wir unseren weiteren Lebensweg gestalten sollten. Es war ihm ebenso wichtig, wie er sich seine Beerdigung vorstellte und wer kommen sollte und wer nicht.

 

Wie es weiterging erfahrt ihr in Teil 3…

Tipp: Lesenswert!

Hallo liebe Leserinnen und Leser der unterhaltsamen Literatur. Heute möchte ich euch mein derzeitiges Lieblingsbuch vorstellen, es heißt „Funkenmord“, geschrieben von den Erfolgsautoren Volker Klüpfl und Michael Kobr.  Ich liebe die Romane rund um den Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger, der schon seit 11 Jahren in 11 Büchern im Allgäu sehr akribisch ermittelt. Das Autorenduo Klüpfl/Kobr schafft es immer wieder auf den Bestsellerlisten auf Platz 1 der Belletristik zu landen. Kein Wunder, denn die Fälle, die Kommissar Kluftinger im Allgäu viel Kopfzerbrechen bereiten, aber stets immer wieder sehr amüsant zu lesen sind, schaffen vielleicht gerade jetzt in den angespannten Zeiten der Corona-Pandemie, eine tolle Auszeit, um mal auf andere Gedanken zu kommen bzw. in eine andere Welt einzutauchen.

Kommissar Kluftinger, ist die Hauptfigur der Krimireihe , er wohnt in Altusried im Allgäu, ist Kriminalhauptkommissar bei der Polizei in Kempten und glücklich verheiratet mit Erika, mit der er einen Sohn namens Markus hat. Kluftinger mag keine Leichen, er leidet unter Flugangst, tut sich mit Fremdsprachen schwer, hat weder für modische Accessoires noch für technische Neuerungen etwas übrig, fährt einen uralten VW Passat Diesel und liebt deftige Speisen wie Kässpatzen. Sein Intimfeind ist der Arzt Dr. Martin Langhammer, der unglücklicherweise ebenfalls in Altusried wohnt. Dessen Gattin Annegret ist mit Erika, Kluftingers Frau, eng befreundet. (Quelle: Piper Verlag)

An Kluftingers Seite ermitteln seine Kollegen Maier und Hefele und neuerdings eine junge Kollegin namens Lucy Beer.

Inhaltlich geht es darum, dass Kommissar Kluftinger und sein Team einen sogenannten „Cold Case“ aufklären sollen. Vor über 30 Jahren wurde eine junge Lehrerin am Funkensonntag an ein Kreuz gefesselt und verbrannt. Wie sich herausstellt, hat Kluftinger damals ihren Geliebten als Täter überführt, was sich später als fataler Fehler herausstellt. Der Kommissar muss dem zu Unrecht verurteilten vor seinem Tod versprechen, den wahren Täter zu finden….

Kluftinger agiert im alltäglichen Leben eher tollpatschig, tritt regelmäßig in Fettnäpfchen und zwar nicht nur vor seiner Ehefrau, er wird  auch noch von seinen betagten Eltern bemuttert, trotzdem gelingt  es dem Kommissar dank seines scharfen Blickes, seines fotografischen Gedächtnisses sowie seiner Kombinationsfähigkeit immer  die Auflösung des Falls, mit dem er sich befassen muss. Wer mehr aus Kluftingers Welt erfahren möchte, dem seien auch die vorherigen Romane ans Herz gelegt.

Das Buch ist im September 2020 bei Ullstein erschienen.

Neuer Name!

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Kleine Info für euch: Ich habe meinen Blognamen geändert. Aus „Bambi’s Getting Sexy“ ist „Bambiversum“ geworden. Was damals als Idee zwecks Berichten zu den Vorbereitungen unserer Hochzeit entstanden ist, hat sich mit der Zeit weiterentwickelt und ist stetig gewachsen. Also seid gespannt, wie es weitergeht mit Bambis Welt!

Tattoo-Time!!!

Lange Zeit habe ich überlegt, ob ich mir ein Tattoo stechen lasse. Voriges Jahr im Oktober war es dann endlich soweit. Wie ich in meinem Artikel über unsere Indienreise berichtet habe, hat mich diese Reise nachhaltig beeindruckt und fasziniert.

Ein Tattoo ist für mich, wie für viele Menschen ein toller Hautschmuck und es will gut überlegt sein, welches Motiv man wählt. Erste Inspirationsquelle war mein lieber Mann für mich, der sich schon weit vor unserem Indientrip ein Tattoo stechen lies, ebenso eine liebe Freundin, die mittlerweile einige Motive auf ihrem Körper stolz präsentiert.

Nach langem Überlegen entschied ich mich für ein „Unalome“. Es ist ein buddhistisches Zeichen und steht für den Weg zur Erleuchtung. Die verschiedenen Linien und Windungen des Unalome-Symbols beschreiben den Weg bis zur Erleuchtung. Die geschwungenen Linien deuten dabei den schwierigen Weg bis zur Spitze an. Im Netz habe ich dann ausgiebig nach dem für mich passenden Symbol gesucht und auch gefunden. Das Symbol sollte also in Zukunft und für alle Zeit meine rechte Wade seitlich schmücken. In unserem Heimatort gibt es seit Jahren ein tolles Tattoo-Studio.  Die Tätowiererin K. und ich waren uns auf Anhieb symphatisch. Ich zeigte ihr meine Vorlage und schon hatte ich den Termin zur Umsetzung meiner Wünsche in der Hand.

Die Zeit bis zum Termin im Studio verging  schnell. Frisch und munter begann K. mit der Umsetzung meiner Wünsche. Ein bisschen aufgeregt war ich auf jeden Fall. K. erklärte mir jeden Schritt nach Aufbringen der Vorlage. So gut es ging, machte ich es mir auf der Liege bequem. Die ersten Stiche waren ein bisschen unangenehm, aber absolut zum Aushalten. Mir war bewusst, dass das Tätowieren kein Spaziergang wird, aber ich kann mich gar nicht mehr richtig an die Zeit erinnern die K. für das Tätowieren benötigte. Das ist das Schöne an einem Studio, in dem man sich wohlfühlen kann, wenn man mit der Tätowiererin nett quatschen kann und mein Ehemann als „seelische Stütze“ dabei sein darf.

Was war ich auf das Endergebnis gespannt! Und ich war sowas von begeistert! Exakt so wie ich es mir vorgestellt habe, ist es geworden. Nach ausgiebigem Pflegen und Desinfektion des frischen Tattoos brachte K. einen speziellen durchsichtigen Wundverband auf das Schmuckstück auf. Das tolle daran ist, es fällt als Verband gar nicht auf und die Haut ist für die ersten Tage optimal geschützt.

Juhuuu, Tattoo!!!!

Jetzt bin ich also auch seit 4 Monaten mit einem Tattoo geschmückt und kann es kaum erwarten bis ich in ca. 3 Wochen meinen nächsten Tattoo-Termine habe. Bericht folgt!

Endlich wieder neues von Bambi

Hallo liebe Leute, da bin ich wieder!

Erstmal sorry, lange ist hier in meinem Blog nichts passiert. Ihr kennt das sicher, manchmal hat man zu wenig Zeit oder auch einfach mal keinen Bock um Dinge nieder zu schreiben, die man der Welt gerne mitteilen möchte. Und dann besinnt man sich wieder auf den eigenen Blog, den man doch mal mit Leben füllen wollte. Und siehe da, man muss nur den Allerwertesten wieder hochkriegen. Denn zu erzählen habe ich vieles!

Ich möchte euch auf dem laufenden halten, mit Geschichten aus meinem Leben, mit lustigen Sachen, die mir passiert sind,  auch mit traurigen Dingen, denn die gehören mit in mein Leben, mit schönen Reiseerlebnissen und noch vielen weiteren Dingen die mir das Leben so bietet. 

Also seid gespannt ihr Lieben!

Fraktus – ein Traum wird wahr!

Habe ich euch eigentlich schon von meinem absoluten Highlight des Jahres erzählt!!!!! Wie konnte ich das nur vergessen! Mein Mann und ich hatten das Vergnügen unsere absolute Lieblingsband „FRAKTUS“ hautnah zu erleben. Und ja, es gibt sie wirklich!!!!

Zufälligerweise las ich im April bei Facebook von einem Projekt aus Hamburg „Eine Stadt sieht einen Film“. Jedes Jahr läuft in Hamburg an einem Tag ein Film zeitversetzt  in verschiedenen Kinos und anschließend hat man die Möglichkeit, die Regisseure und Darsteller zu treffen. Und dieses Jahr war die Dokumentary „Fraktus“ an der Reihe. Wir natürlich nicht lange überlegt und zack! Gebucht! Und am 30.April 2017 war es dann soweit! Wir fuhren nach Hamburg, einen Tag Sightseeing, St. Pauli Landungsbrücken, Shopping, Elphi besichtigen und einen Tag später war dann endlich der lang ersehnte Moment gekommen. Hach! Den Fraktus-Film habe ich bestimmt schon drölfenachtzigtrilliarden Mal gesehen und schau ihn immer wieder gerne. Wir hatten Karten für das Studio Kino auf St. Pauli und gebucht und nachmittags um 15 Uhr sahen wir dann zusammen mit vielen anderen „Frakts“ (neudeutsch für Fraktus-Fans) den genialen Film mit unseren Lieblingen. Damit ihr auch wisst wovon ich rede, bitteschön guckt mal hier:

Nach dem Film war es dann soweit, es gab ein „Meet and greet“ mit einigen Darstellern wie z. B. Rocko Schamoni alias „Dickie Schubert“ sowie Heinz Strunk alias „Thorsten Bage“  aus dem Film sowie dem Regisseur Lars Jessen. Man konnte Fragen stellen und bekam viele Hintergrundinfos zum Film geboten. Leider ging die Zeit viel zu schnell rum, denn die Crew musste in das nächste Kino, um für die nächsten Fans und Fragen zur Verfügung zu stehen.

Was dann passierte, davon hätte ich nicht zu träumen gewagt.

Als wir aus dem Kino kamen, da stand die Crew inkl. Rocko Schamoni und Heinz Strunk noch am Eingang, rauchten und unterhielten sich noch ein wenig mit den Fans. Ich war vor lauter Ehrfurcht vollkommen erstarrt, nur wenige Zentimeter stand ich vor meinem Idol Rocko Schamoni alias „Dickie Schubert“ entfernt und war für Momente der Glückseeligkeit erstmal nicht in der Lage ihn anzusprechen. Aber mein Mann ist in der Beziehung der Stratege, der immer einen kühlen Kopf bewahrt. Wozu ich erstmal nicht in der Lage war, dass nahm mein geliebter Mann dann in die Hand. Er sprach Rocko an und bat um ein Autogramm für mich! Rocko kam auf mich zu und fragte mich nach meinem Namen und zack! Ich konnte sogar wieder sprechen! Es dauerte nicht lange und ich hielt ein Autogramm in meinen Händen!!!!

 

 

 

 

 

 

 

Leute, das war ein Moment, an den ich mich immer wieder gern erinnern werde. Wie ich ja bereits in einem vorigen Artikel berichtet habe, waren wir voriges Jahr in Düsseldorf auf unserem ersten Fraktus-Konzert. Und es war so ein genialer Abend. Aber das hier, das ist einfach ein hammergenialtoller Moment gewesen! Als Rocko mir das Autogramm reichte, da hatte ich auf einmal auch wieder Stimme. Und gemeinsam plauderten wir mit ihm über diesen genialen Film und baten natürlich um eine Fortsetzung, die sicherlich in ein paar Jahren auch folgen wird.

Passenderweise fiel der „Fraktus-Tag“ auf den 30.04.17 und wir hatten aufgrund der Ticketbuchung noch Karten für die „After-Fraktus-Party“ im „Knust“  dazu geordert. Auf einer bekannten Socialmedia-Seite fand ich den Hinweis, dass auf dieser Party Special-Guests mit dabei sein würden. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und fragte Rocko, ob damit möglicherweise Fraktus daselbst gemeint sein könnten, was er bejahte. Leute, mein Puls war da auf mindesten 280! „Also, dann sehen wir uns ja sicher heute Abend! Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß und ich sage euch nur eins, wir sind nicht der einzige Special-Act auf der Party. Bis heute Abend!!“ Sprach der Herr Schamoni und verschwand mit Herrn Strunk – der sich übrigens die ganze Zeit mit zwei unglaublich gutaussehenden Blondinen anregend unterhielt.

Als wir uns dann wieder in Richtung St. Pauli aufmachten um ein gepflegtes Astra zu schlürfen, ihr Lieben, ich kann euch gar nicht sagen, mit was für einem breiten und glücklichen Grinsen ich auf den Straßen Hamburgs leichtfüßig, beinahe wie eine Elfe, daher schwebte! Ich war der glücklichste Mensch auf Erden und mein Mann der absolute Superman und Held für mich, der mir unter Einsatz seines Lebens ein Autogramm und Zugang zu meinem Idol ermöglichte.

Die Zeit bis zur „After-Fraktus-Party“ verging nur so im Flug. Als Vorband traten „Meute“ auf, eine Techno Marching Band  aus Hamburg auf, die das Knust zum Kochen brachten und  sich dann einen tollen Schlagabtauch mit Fraktus lieferten, als die auf die Bühne traten. Absolut genial.  Und dann gab es kein Halten mehr. Die Jungs legten höchstpersönlich auf, die Technik streikte zwar etwas wie Rocko bemerkte, aber das schien im Saal keinen zu interessieren. Fraktus heizten der Menge bis ca. 1.30 Uhr ein und dann betrat der angekündigte weitere Überraschungsgast die Bühne: Jan Delay! Was Fraktus schon an toller Vorabeit geleistet hatten, dass führte Jan DJ-technisch auf jeden Fall weiter und legte auf, als wenn es kein Morgen gäbe!!

Wir feierten bis in den frühen Morgen, bis uns die Füße wehtaten.

Alles in allem war das der schönste „Tanz in den Mai“, den ich bisher erlebt habe. Mit meinem Mann, mit Fraktus und vielen tollen Eindrücken. Hamburg ist immer eine Reise wert!

TV-Tipp: Die Wolke

Liebe Leser!

Heute möchte ich euch einen Film empfehlen: „Die Wolke“.

Er läuft heute 23.07.2017 auf RTL 2 und startet um 20.15 Uhr.  Die Wolke ist ein deutscher Katastrophenfilm von Regisseur Georg Schnitzler und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Pausewang.

Durch einen Störfall im fiktiven AKW Markt Ebersberg in der Nähe von Schweinfurt kommt es zum Super-GAU und der gesamte Umkreis wird vom Katastrophenschutz weiträumig evakuiert. Im betroffenen Gebiet liegt auch die Schule von Hannah. Sie soll an diesem Tag auf ihren jüngeren Bruder aufpassen, da die Mutter sich geschäftlich in Schweinfurt befindet; genau dort, wo sich die Katastrophe ereignet hat. Alle, die in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks leben, sind sofort verstrahlt. Die etwas weiter entfernt lebenden Menschen versuchen zu fliehen…

Und genau da beginnt auch schon die Spannung des Films, die sich während der gesamten Dauer hält. Also, wer nicht weiss, was er heute abend schauen will oder sich einfach mal mit dem Thema Kernkraftwerk und möglichen Folgen befassen möchte, diesen Film kann ich voll und ganz empfehlen!

 

Zurück aus Scheveningen!

Hallo liebe Leute!

Leute, ich kann euch sagen Kurztrips sind was feines! Mein Schatz und ich konnten uns spontan eine Woche auf der Arbeit freinehmen und geniessen nun ein paar Tage zu zweit. Da kam uns die Idee ein paar Tage Urlaub am Meer zu verbringen. Wenn man so wie wir auch noch ins Ausland möchte und keine zu lange Anreise haben will, gehts von uns aus prima in Süd-Holland. Das Ziel war schnell ausgewählt: Scheveningen!

Scheveningen ist ein Stadtteil Den Haags, sechs Kilometer vom Zentrum entfernt. Von einem kleinen Fischerdorf hat es sich zum größten Seebad der Niederlande entwickelt.

Scheveningen besitzt einen Fischerei-Hafen und eine lange Strandpromenade mit Geschäften, Restaurants, Sonnenterrassen und einem Aquarium. Hauptattraktionen sind die Miniaturstadt Madurodam, sowie eine 381 m lange Seebrücke mit Aussichtsturm. Das Museum Beelden aan Zee zeigt moderne Skulpturen, auch auf einer Freifläche entlang des Boulevards. Das Kurhaus am Strand wurde 1884–85 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Das Holland Casino betreibt hier eine Filiale. Ein beliebter Radweg führt vom nördlichen Ende Scheveningens nach Katwijk (etwa zwölf Kilometer). Von hier aus kann man auch weiter an der Küste nach Noordwijk und Zandvoort fahren.

Unmittelbar an die nordöstliche Stadtteilgrenze schließen sich die Dünengebiete Oostduinpark und Meijendel an; im Südwesten liegt in Richtung Kijkduin mit dem Westduinpark ein weiteres Dünengebiet mit vorgelagertem Sandstrand.

Scheveningen ist vom Zentrum Den Haags über mehrere Straßenbahnlinien erreichbar.

Als Tagestouristen waren wir schon einige Male dort und hatten es uns nun als Ziel gesetzt, einen Drei-Tages-Trip zu planen. Das ging nach einigem Suchen im Internet besser als gedacht. Gerade dann, wenn die Sommerferien bei uns gerade begonnen haben und wir der Meinung waren, dass wir so kurzfristig gar nichts schönes mehr bekommen. Doch wir hatten Glück! Mit ein bisschen Geduld haben wir ein uns ein  Doppelzimmer in einem IBIS-Hotel reservieren können. Schnell war unsere Reisetasche gepackt und am Montag früh ging es dann ab nach Holland. Nach ca. 3 Stunden waren wir schon da, wurden an der Rezeption sehr freundlich begrüßt und konnten dann direkt an den Strand. Und das bei traumhaften Sonnenschein!

An der Promenade von Scheveningen befinden sich direkt am Strand viele kleine wunderschöne Strandbars, die jedes Jahr im Frühjahr aufgebaut werden und bis zum Ende des Sommers geöffnet haben. Danach werden die Strandbars wieder abgebaut, damit sie nicht den rauhen Jahreszeiten Herbst und Winter ausgesetzt sind. Hier sitzen wir gerne nach einem Strandtag und einem guten Abendessen und lassen bei leckeren Cocktails den Tag ausklingen. Auf dem Boulevard auf der Prommenade gibt es unzählige tolle Restaurants (holländisch, brasilianisch, amerikanisch, thailändisch, indonesisch, etc.) , in denen man leckeren Fisch  und viele andere Köstlichkeiten geniessen kann. Durch Zufall haben wir am zweiten Tag die Keizerstraat entdeckt. Die Keizerstraat ist die älteste und geschichtsträchtigste Einkaufsstraße Scheveningens. Die ehemaligen Fischerwohnungen rings um diese gemütliche Straße sorgen für große Geselligkeit. Beim  Bummel durch diese Straße wurden wir auf ein kleines italienisches Lokal aufmerksam. Das „Isola Sardegna“. Im Vorbeigehen wünschte uns der nette italienische Herr vor dem Lokal einen schönen Tag und in uns reifte der Gedanke abends mal keinen Fisch zu essen. Wir wurden nicht enttäuscht. Unser Appetit war groß und wurde zur vollsten Zufriedenheit gestillt. Der nette Herr, der uns morgens grüßte, entpuppte sich als Chef des Hauses und lies es sich nicht nehmen uns die bestellten Pizzen selbst zu servieren.

Übringens: Der Pier am Strand von Scheveningen ist in jedem Fall ein Besuch wert. In Höhe des Kurhauses von Scheveningen erstreckt sich der Pier in die Nordsee. In einer Höhe von ca. 60 m kann man 300 m „hinaus aufs Meer“ flanieren. Im unteren Teil befinden sich kleine Shops, in denen man Souvenirs und Klamotten kaufen oder auch leckere Snacks an verschiendenen Stationen zu sich nehmen kann. Auf dem oberen Teil schlendert man an der frischen Luft oder kann es sich auf den vielen Sitzmöglichkeiten auch mal gemütlich machen. Am Pier gibts auch einen Turm, an dem man einen Bungee-Sprung wagen kann. Wer luxuriös übernachten möchte, der ist in den Pier Suites bestens aufgehoben! Die Suites liegen nicht nur am Meer sondern direkt auf dem Meer, unterhalb des Bungee-Turmes. Die fünf Hotelzimmer liegen mit direktem Blick auf die See, vor neugierigen Blicken der Touristen braucht man keine Angst zu haben, denn alle Zimmer (mit Balkon) liegen so weit oben, dass man somit seine Ruhe hat und alles geniessen kann.

Und gestern ging es dann nach erholsamen drei Tagen wieder zurück in die Heimat!

 

Umzug – ein neuer Lebensabschnitt!

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ich habe lange nichts mehr geschrieben, das bitte ich zu entschuldigen. Der Grund: Wir sind umgezogen! Juchuuuu! Wie bei unserer Hochzeit gab es auch bei unserem Umzug wahnsinnig viel zu planen und zu organisieren.

Wie es der Zufall so wollte, fanden wir unsere Traumwohnung durch meine Freundin und Trauzeugin Petra im März dieses Jahres. Petra rief mich an und teilte mir mit, das gemeinsame Bekannte aus ihrer Wohnung ausziehen würden und ob wir uns die Wohnung nicht mal anschauen wollten. Wir waren erst am Anfang unserer Wohnungssuche, aber nun gut! Da ich in NRW arbeite und mein Mann in Rheinland-Pfalz, hatten wir schon gewisse Vorstellungen, wo unsere neue Heimat liegen sollte. Unsere Vorgaben waren: ab 100 m2, gute Autobahnanbindung, eventuell in Köln oder im Kölner Einzugsgebiet und eine nette Nachbarschaft dürfte es auch sein. Ich fragte sie, ob sie Fotos von der Wohnung schicken könne und siehe da, wir waren sehr geflasht vom Objekt: 100 m2, ringsrum traumhafter Ausblick, Kamin,  gute Autobahnanbindung und gut für uns beide zur Arbeit zu kommen, im Kölner Einzugsbereich gelegen, ruhig und total ländlich und sehr sehr nette Nachbarn, darunter auch die Freundin Petra!

Im Juli war es dann soweit, wir konnten in die Wohnung und es ging ans Renovieren. Neues Parkett wurde gelegt, alle Wohnräume gestrichen und tapeziert. Und dann kamen unsere Umzüge! Was war das aufregend! Ich bin bisher nur einmal umzogen und zwar von meinem Elternhaus in die erste eigene Wohnung. Möchte man kein Umzugsunternehmen engagieren bzw. Geld sparen, dann ist es durchaus möglich, in Eigenregie umzuziehen. Wir haben uns also Transporter ausgeliehen und unsere besten Freunde zusammengetrommelt und dann konnte es losgehen! Ein Umzug ist durchaus mit Sport zu vergleichen, gerade dann wenn man wie ich in einer Maisonettewohnung im dritten Stock ohne Aufzug wohnt. Am Anfang war es noch etwas chaotisch, da wir die Wohnzimmermöbel noch nicht stellen konnten, das neue Parkett durfte einige Tage nicht belastet werden.

Umso glücklicher sind wir jetzt! Mit jedem Tag wurde unser neues Heim gemütlicher! Wir hatten sehr schöne Ideen, wie wir aus unseren Möbeln unsere neue Wohnung gestalten wollten. Ein kleiner Tipp für alle, die umziehen oder ihre Wohnung neu gestalten möchten: Macht Fotos von den Räumen und erstellt euch über „Powerpoint“ ein Gestaltungskonzept.

Unsere neue Heimat haben wir auch schon erkundet und finden uns gut zurecht. Wenn wir etwas mehr Action haben wollen, sind wir superschnell in der Großstadt Köln und freuen uns, wenn wir wieder zu Hause, fern des Verkehrschaos Großstadt sind!

Im nächsten Artikel verrate ich euch ein bisschen aus unserem „Gestaltungskonzept“…