Ich bin Dr. Bambi Gonzales, Chefredakteurin von "Bambi's getting sexy" jung, innovativ, verrückt, lustig, weiblich, wandlungsfähig, Ehefrau, Tochter, Freundin, Bloggerin, Katzenadoptivmutter, Weltenbummlerin und viele Leidenschaften mehr!

TV Tipp Bridgerton auf Netflix

Hallo Leute!

Heute möchte ich euch die neue Netflix-Serie „Bridgerton“ ans Herz legen. Ich bin der Meinung, dass man in dieser kalten Jahreszeit den Lockdown gemütlich hinter sich bringen kann. Bridgerton ist eine  amerikanische Fernsehserie, die am 25. Dezember 2020 auf Netflix erschienen ist.

Die Serie spielt im Jahre 1813 in London und handelt von der feinen Londoner High Society, die ihre heiratsfähigen Töchter auf dem Heiratsmarkt an gut betuchte Junggesellen vermitteln möchten. Eine große Rolle spielt dabei der Einfluss der britischen Königin auf den entsprechenden Rang der Debütantinnen sowie dem Klatsch und  Tratsch einer geheimnisvollen Lady Whistledown die keiner kennt, die aber alle wichtigen Details zu den heiratswilligen Paaren in einem wöchentlichen Rundschreiben herausgibt.

In dieser Staffel wird vorrangig die Romanze um Daphne Bridgerton und Simon Basset – Duke of Hastings – erzählt.

Die Serie ist meines Erachtens sehr gut recherchiert, die Kostüme sind  brilliant der damaligen Zeit nachempfunden. Man ist schnell im Thema der damaligen Zeit angekommen und verinnerlicht die Charaktere sehr schnell. Die Staffel besteht aus 8 Episoden, die jeweils zwischen 57 und 72 Minuten lang sind. Ich mag Geschichten aus dieser Zeit sehr gerne und habe auch parallel Vergleiche aus der damaligen Zeit im Internet gezogen und ich finde die Macher der Serie haben die Zeit des 19. Jahrhunderts sehr gut erzählt. Die Serie eroberte in 76 Ländern Platz 1 der Netflix-Charts und erreichte in allen Ländern, in denen Netflix aktiv ist, die Top 10; mit der Ausnahme von Japan.

Wer sich also an Kostümfilmen erfreut, dem sei diese Serie von mir besonders ans Herz gelegt!

Weggefährte für die Winterzeit

Heute möchte ich von meinem neuen Winterauto erzählen.

Im Dezember 2019 habe ich mir ein neues Auto zugelegt und zwar einen Hyundai i10.

Eigentlich habe ich bis dato einen Peugeot 208 Diesel adBlue gefahren. Durch den Tod meines Vaters habe ich mein Auto verkauft, da ich ihm versprochen hatte seinen heißgeliebten Peugeot 208 GTI in Ehren weiterzufahren.

Den Peugeot 208 GTI kann man als „Dampfhammer“ bezeichnen, denn er verfügt über 208 leistungsfreudige PS, die den Fahrspaß zur reinen Freude werden lassen. Aber den GTI im Winter zu fahren, das wollte ich nicht unbedingt. 208 PS sind gut beherrschbar, aber der Schnee und die eventuelle Glätte in unserer Heimat, wollte ich dem schönen Auto nicht antun. Nun müsst ihr wissen, dass mein Mann einen Hyundai i10 (mit Gasanlage ab Werk)  bereits sein Eigen nennt und absolut zufrieden damit ist. Und da wir manchmal die Autos tauschen und ich den Flitzer auch sehr gerne fahre, war schnell der Entschluss gefasst auch für mich nach einem solchen Modell zu suchen. Kurz vor Weihnachten war es dann soweit, nach einer kurzen Recherche im Netz wurden wir bei dem Händler fündig, bei dem auch mein Gatte sein Auto erworben hat. Das Tolle an der Sache war, mein Hyundai i10 ist ein Reimportfahrzeug. „Ein Reimport ist ein Fahrzeug, das vom Hersteller ursprünglich für ein anderes Land bzw. einen anderen Markt produziert worden ist. Durch die Einfuhr eines solchen Fahrzeuges umgeht der jeweilige Importeur das Verkaufsnetz und die Preisvorgaben des Herstellers und erzielt so deutliche Preisnachlässe. Gründe für diese Preisnachlässe können niedrigere Nettopreise des Fahrzeuges oder ein allgemein niedrigeres Preisniveau im Ursprungsland sein.“ (Quelle: autohaus24.de)

Der große Bruder unseres "kleinen Hyundai" 😊🚗

Der große Bruder unseres „kleinen Hyundai“ 😊🚗

Als wir das Autohaus besuchten, stach mir sofort ein schwarzer Hyundai i10 in „Phantomblack“ ins Auge. Und die Ausstattung des ca. 90 PS starken Flitzers lies keine Wünsche übrig: Alufelgen, Parksensoren, Navi, Entertainment-System mit Touchscreen, Schiebedach, abgedunkelte Seiten- und Heckscheiben, beheizbares Lederlenkrad sowie beheizbarer Fahrersitz usw.  Fast alles, was mein Sommer-GTI auch zu bieten hatte. Da ich noch meinen eigenen PKW zum Verkauf anbieten konnte, der noch keine zwei Jahre auf dem Buckel hatte, war ich mir mit dem Verkäufer sehr schnell einig. Umso schöner war es für mich, dass wir den Flitzer kurz vor Weihnachten abholen konnten und ich seitdem von Dezember bis Mai zufriedener Besitzer eines tollen PKWs bin, der meinen winterlichen Ansprüchen voll gerecht wird.

Wenn der Wagen schon von Anfang an toll gestylt war, mir fällt immer wieder etwas zum Aufpimpen ein. Zum Beispiel eine comicbunte Kennzeicheneinfassung. Oder ein Hinweis auf dem Tankdeckel, was das Auto tanken muss:

Kostengünstiges Bezin!

Kostengünstiges Benzin!

Meine nächste Idee habe ich auch schon, die Sitze sind in schwarz gehalten, verdienen jedoch noch ein bisschen Styling. Zu Weihnachten wünsche ich mir daher zweifarbige Sitzbezüge für die Vordersitze. Mal schauen, ob das Christkind mir diesen Wunsch erfüllt! 😉😎🎄🎁

Für immer Auwi – Teil 3

Dienstag

Jeden Tag haben wir ihn besucht, anfangs hat er uns noch erkannt, die weiteren Tage hat er nur noch geschlafen und wurde nur wach, wenn er spürte, dass wir an seinem Bett saßen und schlief dann wieder ein.

Dann kam der Dienstag, als sich mein geliebter Papa auf seine letzte Reise machte. Seitdem ich wusste, dass mein Papa nur noch wenige Tage leben würde, war ich in höchster Anspannung. Ich war schon auf dem Weg ins Krankenhaus, als mich über die Freisprecheinrichtung im Auto ein Anruf aus der Klinik erreichte. Ich drehte um, rief meine beste Freundin P. an, denn ich war nicht mehr in der Lage selbst zum Krankenhaus zu fahren, mein Mann kam sofort aus dem Büro hinterher. Noch nie zuvor hatte ich eine solche Angst ein Zimmer zu betreten wie in diesem Moment. Ich hatte es meinem Papa versprochen, er sollte nicht alleine sein beim Sterben. Wir setzten uns an sein Bett und waren einfach da. Und es war mir in diesem Moment so unbegreiflich, dass da ein Mensch lag, der in den nächsten Stunden sterben würde und der für mich als Papa ein Fels in der Brandung war, immer so besorgt um mich war und der soviel schönes im Leben erleben durfte. So unglaublich friedlich lag er da und schlief. Ich habe ihn gestreichelt, seine Hand gehalten und doch schlief er weiter und wurde nicht mehr wach. In den Stunden bis mein Vater starb hatte ich Angst, dass unsere Anwesenheit ihn dabei stören könnte loszulassen. Doch im Nachhinein war diese Sorge unbegründet. Das Klinikpersonal war so liebevoll, schaute ab und zu ins Zimmer und kümmerte sich auch um mich und meinen Mann sehr aufmerksam.

Lebensende

Die Palliativmedizin kennt bestimmte Methoden, die letzte Phase für den Sterbenden so liebevoll wie möglich zu gestalten. Nach einiger Zeit brachte man einen sogenannten „Snoezele-Wagen“ ins Zimmer.  Dieser besteht aus einem Lichtprojektor, der einen Himmel an Wand und Decke projiziert,  eine Duftlampe mit Lavendelaroma sowie einen CD-Player, der mit ruhiger Musik für eine beinah paradiesische Atmosphäre sorgt. Es dauerte nicht lange und ich konnte spüren, dass mein Vater diese Wahrnehmungen immer mehr entspannte. Dann ist er für immer eingeschlafen, ganz sanft und friedlich. Ich hätte nie für möglich gehalten wie würdevoll und ruhig Sterben sein kann. Wenn mein Vater es irgendwie gespürt haben sollte, wie sanft er von dieser Welt gehen durfte, ich glaube es hätte ihm gefallen. Mein Mann und ich saßen an seinem Sterbebett und trotzdem konnten wir es nicht fassen. Er hatte seine Krankheit überwunden, keine Schmerzen mehr. Mein Papa sah so friedlich und entspannt aus.

Es ist hilfreich, wenn man als Angehöriger auf einer Palliativstation alle Zeit der Welt bekommt, mit dem verstorbenen geliebten Menschen noch viel Zeit verbringen zu können. Ebenso wichtig ist die anschließende psychologische Betreuung, die wir bekamen. Denn den sterbenden Vater bis zum letzten Atemzug zu begleiten ist eine sehr belastende Situation.  Dennoch beruhigt es mich im Nachhinein, dass wir ihm seinen Wunsch erfüllen konnten, nicht alleine zu sein beim Sterben.

Seitdem sind 15 Monate vergangen. Und ich vermisse meinen Vater jeden Tag. Es ist verdammt schwer damit fertig zu werden, wenn die Eltern nicht mehr da sind.

Der Trauerredner auf Papas Beisetzung hat einen sehr tröstlichen Vergleich gezogen: Das Leben ist vergleichbar mit einer Zugfahrt.

Wir steigen ein, treffen unsere Eltern und meinen, dass sie immer mit uns reisen werden,  aber an irgendeinem Halt steigen sie aus und wir müssen ohne sie weiterreisen. Doch es werden viele Passagiere in den Zug steigen: Verwandte, Freunde, Kollegen, vielleicht sogar die Liebe unseres Lebens.

Einige werden aussteigen und eine große Leere hinterlassen. Bei anderen werden wir gar nicht merken, dass sie ausgestiegen sind. Und wir wissen auch nicht, an welcher Haltestelle wir aussteigen müssen. Wenn der Moment gekommen ist, wo unsere Eltern aussteigen und deren Plätze  leer sind, sollen nur schöne Gedanken an sie bleiben und für immer im Zug des eigenen Lebens mitreisen. Als die Trauerfeier zur Beisetzung mit einem Gebet endete, nahm ich allen Mut zusammen und habe die Urne meines Vaters bis zur Grabstelle getragen. Die Bestatterin hat sie am Kolumbarium übernommen und in die Grabkammer zu meiner lieben Mutter gestellt. Das war der Moment wo ich loslassen musste und mein Vater aus meinem Zug des Lebens ausgestiegen ist.

 

 

Ich habe immer noch daran zu knabbern, dass mein Vater nun nicht mehr bei uns ist. Das Schreiben dieses Artikels hat mir dabei geholfen, das Erlebte zu verarbeiten. Es ist ein wunderschönes Gefühl so wunderbare Eltern gehabt zu haben. Ich erinnere mich so gerne an die beiden und oft sprechen wir im Freundeskreis über sie.

So werden sie für immer einen Platz in unserer Mitte haben.

Für immer Auwi – Teil 2

Rückzug

Mein lieber Papa veränderte sich immer mehr. Er nahm innerhalb kürzester Zeit sehr stark ab, entwickelte eine  starke Heiserkeit, was im Spätstadium dieser Krankheit typisch ist. Früher haben wir täglich telefoniert, meistens abends und haben uns alle Erlebnisse erzählt oder über das aktuelle Tagesgeschehen gequatscht und viel gelacht.  Das wurde zusehends weniger, ich spürte das er sich immer mehr in sich zurückzog und sein Lebenswille abnahm.

Papa und ich

Das brach mir das Herz und trotzdem musste ich stark bleiben. Es kam der Tag, als wir darüber sprachen, ob er weitermachen wollte mit all den für ihn nur noch quälenden Therapien. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass er es nicht mehr für sich machte, sondern nur noch für mich, weil er genau wusste, wie sehr ich ihn doch liebte und ihn nicht verlieren wollte. Die Zeit nach dem Tod meiner Mutter hat uns tatsächlich noch mehr zusammengeschweißt, als es vorher schon der Fall war.

Es war einer der Tage, an der die Bestrahlungsphase zu Ende war, es aber keine merkliche Besserung seines Zustandes gab und sein Onkologe ihn nach einer weiteren schweren Chemo mit einer 24-Stunden-Chemo (eine Art „Chemo to Go“, die am Port angeschlossen war und innerhalb eines Tages durchlief) nach Hause schickte. Es ist schlimm, wenn du als Tochter merkst, dass dein Vater keine Kraft mehr hat und dir klar wird, es geht nicht mehr. Umso wichtiger ist es, dass man offen kommunizieren kann. Trotzdem war es so schwer für mich, die entscheidende Frage zu stellen. Und als die Frage gestellt war, kam die prompte Antwort: „Ich kann nicht mehr, ich bin mit meiner Kraft am Ende“. Wir haben beide geweint, so sehr dass wir beinahe nicht mehr aufhören konnten. Irgendwann konnte ich ihn beruhigen und habe ihm versprochen, dass er sich um mich keine Sorgen machen müsse, ich sei stark genug, ich halte das aus für ihn, aus unendlicher Liebe.

Liebe

Papas Zustand verschlechterte sich zusehends.  Irgendwann ging es  für ihn zu Hause nicht mehr und ich musste ihn in ein Krankenhaus bringen. Dort war er fürs erste gut aufgehoben. Es war ebenfalls sein Wunsch nicht zu Hause zu sterben, also haben wir überlegt, ob ein Hospiz in Frage käme. Ich habe alle Hebel in Bewegung gesetzt, etwas passendes zu finden. Aber das schlimme  ist, dass es kurzfristig kaum Möglichkeiten gibt, Plätze in einem Hospiz zu bekommen. Allerdings wurde ein Platz auf der Palliativstation eines Krankenhauses frei und ich war der Meinung, ich hätte nun etwas mehr Zeit ein Hospiz in unserer Nähe zu finden.

Doch mein Vater entschied anders. Als wir ihn wie jeden Tag besuchten, kam uns die zuständige Ärztin entgegen und bat uns um ein Gespräch, bevor wir zu ihm gingen. Mein Vater hatte entschieden, dass die künstliche Ernährung eingestellt werden soll.  Auch wenn ich auf seine Entscheidung vorbereitet war, es zog mir den Boden unter den Füßen weg. Einige Tage zuvor war ich gefragt worden, ob mein Vater eine Patientenverfügung hat. Diese lag vor und wir brachten Sie ins Krankenhaus. Die Ärztin teilte uns mit, dass es gute palliative  Möglichkeiten gibt, seine   Schmerzen zu lindern und ihm die Angst vor dem Sterben zu nehmen. Von einem auf den anderen Moment wurde mir bewusst, dass das Leben meines Vaters nun endete.  Mir liefen die Tränen. Die Gedanken die ich in diesem Moment hatte, kann man als einen Film der Vergangenheit mit meinen Eltern beschreiben.   Aber ich konnte nachvollziehen, dass es für ihn so nicht mehr lebenswert war. Ein Leben voller Schmerzen, die Lebensqualität mit allem was zu einem schönen Leben und Erleben für ihn dazugehört hatte, war nicht mehr vorhanden. Ebenfalls hatte man ihn um einen Tag Bedenkzeit gebeten. Für uns war es sehr schwer, das Krankenzimmer zu betreten und erste Worte zu finden, weiß der geliebte Papa doch nun, dass wir von seinem Wunsch in Würde gehen zu dürfen, wissen. Wir alle haben geweint, geweint aus Liebe und aus vollstem Verständnis. Noch nie zuvor waren wir uns so dermaßen nahe wie in seinen letzten Tagen. Wir haben von unserem gemeinsamen schönen Lebensweg gesprochen und über seine Wünsche für uns beide, wie wir unseren weiteren Lebensweg gestalten sollten. Es war ihm ebenso wichtig, wie er sich seine Beerdigung vorstellte und wer kommen sollte und wer nicht.

 

Wie es weiterging erfahrt ihr in Teil 3…

Für immer Auwi – Teil 1

Meine Seele

Mein Papa „Auwi“ ist am 14.05.2019 gestorben. Und heute möchte ich meine Gedanken dazu niederschreiben,  damit meine Seele wieder Luft zum Atmen bekommt.

Der Anfang vom Ende

Auch, wenn ich darauf vorbereitet war, es hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen. Wie ich euch berichtet habe, ist meine geliebte Mama Karla am 29.10.2016 an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. Nun ist mein geliebter Papa ihr gefolgt. Zwei Leben, eine gemeinsame Vergangenheit, meine wunderbaren Eltern, einfach nicht mehr da. Durch verdammte Krankheiten. Zeit heilt Wunden sagt man, für mich ist es kein Trost. Zumindest im Moment noch nicht.

Als meine Mama starb ist für uns alle und insbesondere für  meinen Vater eine (geliebte) Welt zusammengebrochen. Er hat sich in der Zeit der Krankheit meiner Mama aufopferungsvoll um sie gekümmert, so wie es ein liebender Ehemann nur tun kann. Aber mein Mann und ich sahen auch, dass er bis zu seinem Lebensende nie über den Tod seiner „Karla“ hinweggekommen ist.  Ich hätte nie gedacht, dass  er seinen eigenen Lebensmut nach dem Tod meiner Mama immer mehr verloren hat.

Krebs ist ein Arschloch

Dann kam ein Tag im September, als mir mein Papa mitteilte, er habe so einen Knubbel an der Schulter, der ihn störte. Ich riet ihm zum Arzt zu gehen. Der Chirurg gab erst einmal Entwarnung, es sei ein Sarkom, nichts schlimmes. Das Teil wurde entfernt, die Wunde heilte gut und der Störenfried war schnell vergessen.  Zwei Wochen später änderte sich unser aller Leben schlagartig, als mich mein Papa im Büro anrief und mir mitteilte, das Sarkom wäre doch etwas schlimmes und zwar eine Metastase. Mir blieb die Luft weg, mir liefen die Tränen, ich hörte meinen Papa weinen.  Da ich eine total verständnisvolle Chefin hatte und die auch meinen Papa kannte, erlaubte sie mir, dass ich sofort zu ihm fahren durfte.

Ich habe und hatte die tollsten Eltern der Welt. Und da war es selbstverständlich, dass mein Mann und ich meinen Vater so gut wir konnten unterstützen. Es folgten viele Untersuchungen, bis feststand das mein Vater an dem sogenannten „Barrettadeno-Karzinom“ litt. Das ist eine Form von Speiseröhrenkrebs, der sich im unteren Teil  der Speiseröhre am Übergang zum Magen bildet. Und die Metastase am Schulterblatt war das erste Anzeichen, dass sich an einer primären Stelle im Körper der verdammte Krebs gebildet hatte. Als wir das Gespräch gemeinsam mit der behandelnden Ärztin im Krankenhaus führten wurde uns erklärt, das der Tumor schon soweit in andere Körperteile (Becken, Oberschenkelknochen, Rippen) gestreut hätte, dass eine Operation zur Heilung nicht mehr möglich sei. Um meinem Papa noch so viel wie möglich an Lebensqualität zu erhalten, gäbe es allerdings eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten im palliativen Bereich.

Kämpfer

Mein Vater ist und war eine Kämpfernatur. Auch wenn er den Tod seiner lieben Frau und meiner lieben Mutter nie verwunden hat, er wollte weiterleben. Für sich selbst, für seine geliebte Tochter und für seinen wunderbaren Schwiegersohn. Es folgten viele Wochen und Monate mit zahlreichen Untersuchungen, Chemotherapien (die er ohne große Nebenwirkung meisterte), die meinem Vater und uns viel Hoffnung und Zuversicht gaben. Ich bin sehr froh und dankbar, dass wir nochmal an unseren gemeinsamen Lieblingsurlaubsort Oberstdorf verreisen konnten, mein Papa wünschte sich auch nochmal einen Ausflug in unsere zweite Heimat Koblenz und er kaufte sich doch tatsächlich noch ein neues Auto! Nie hätte ich gedacht, dass mich sein Satz „Was bin ich froh ihr beiden, dass ich das alles noch einmal mit euch erleben durfte!“ so tief ins Herz treffen würde. Es sah doch alles so zuversichtlich aus, die Chemotherapie schlug an, sein Onkologe erklärte uns  im Juni 2018, dass  die nächste Chemo-Phase erst wieder Ende des Jahres notwendig wäre.

Herbst

Und dann kam der Herbst. Ich bin immer gerne auf dem Heimweg vom Büro zu Papa gefahren, er kochte mir immer liebevoll was leckeres zu essen. Das schöne ist, dass mein Papa sich im Alter bzw. während der schweren Herzerkrankung meiner Mama zu einem tollen Koch entwickelte. Als Witwer hat er sich in seiner „gesunden Zeit“ immer tolle und leckere Gerichte gekocht und eben auch für uns, wenn wir ihn am Wochenende gerne besuchten.  Durch die Chemotherapie veränderte sich sein Geschmacksempfinden, umso besorgter war er dass es uns nicht gut schmecken könnte. Umso schöner war es, dass es uns immer geschmeckt hatte und man erstaunlicherweise nie nachwürzen musste! Und dann kamen ihm vor lauter Stolz immer ein paar Tränchen. Aber irgendwann veränderte sich unser aller Welt weiter und mein ungutes Gefühl wurde immer größer.

Veränderung

An Weihnachten wechselten wir uns mit den Besuchen immer ab. Am zweiten Weihnachtsfeiertag 2018 hatten wir besprochen bei Papa zu feiern und hatten versprochen, dass wir das Weihnachtsmenü mitbringen. Das war der Tag an dem sich schlagartig alles schlimm veränderte. Was mein Papa sicher aus lauter Liebe zu mir verborgen hatte, wurde nun offensichtlich. Er konnte nicht mehr richtig essen. Was dann kam, war für meinen Papa und uns die schlimmste Zeit. Mit einer der stärksten Chemo-Therapien (Cis-Platin)  in Kombination mit Bestrahlungen baute mein Kämpfer-Papa immer mehr ab.  Es war sein Wunsch, dass er solange wie möglich zu Hause bleiben wollte. Ein häuslicher Pflegedienst wurde beauftragt, damit er künstliche Ernährung bekam. Es  kam jeden Abend ein Pfleger, schloss meinen Papa über seinen Port an die künstliche Ernährung an. Durch einen Rucksack indem der Beutel der künstl. Ernährung untergebracht war, konnte sich tagsüber frei bewegen soweit es ihm noch möglich war und er Lust dazu hatte.

Im zweiten Teil geht’s weiter…

 

 

Tipp: Lesenswert!

Hallo liebe Leserinnen und Leser der unterhaltsamen Literatur. Heute möchte ich euch mein derzeitiges Lieblingsbuch vorstellen, es heißt „Funkenmord“, geschrieben von den Erfolgsautoren Volker Klüpfl und Michael Kobr.  Ich liebe die Romane rund um den Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger, der schon seit 11 Jahren in 11 Büchern im Allgäu sehr akribisch ermittelt. Das Autorenduo Klüpfl/Kobr schafft es immer wieder auf den Bestsellerlisten auf Platz 1 der Belletristik zu landen. Kein Wunder, denn die Fälle, die Kommissar Kluftinger im Allgäu viel Kopfzerbrechen bereiten, aber stets immer wieder sehr amüsant zu lesen sind, schaffen vielleicht gerade jetzt in den angespannten Zeiten der Corona-Pandemie, eine tolle Auszeit, um mal auf andere Gedanken zu kommen bzw. in eine andere Welt einzutauchen.

Kommissar Kluftinger, ist die Hauptfigur der Krimireihe , er wohnt in Altusried im Allgäu, ist Kriminalhauptkommissar bei der Polizei in Kempten und glücklich verheiratet mit Erika, mit der er einen Sohn namens Markus hat. Kluftinger mag keine Leichen, er leidet unter Flugangst, tut sich mit Fremdsprachen schwer, hat weder für modische Accessoires noch für technische Neuerungen etwas übrig, fährt einen uralten VW Passat Diesel und liebt deftige Speisen wie Kässpatzen. Sein Intimfeind ist der Arzt Dr. Martin Langhammer, der unglücklicherweise ebenfalls in Altusried wohnt. Dessen Gattin Annegret ist mit Erika, Kluftingers Frau, eng befreundet. (Quelle: Piper Verlag)

An Kluftingers Seite ermitteln seine Kollegen Maier und Hefele und neuerdings eine junge Kollegin namens Lucy Beer.

Inhaltlich geht es darum, dass Kommissar Kluftinger und sein Team einen sogenannten „Cold Case“ aufklären sollen. Vor über 30 Jahren wurde eine junge Lehrerin am Funkensonntag an ein Kreuz gefesselt und verbrannt. Wie sich herausstellt, hat Kluftinger damals ihren Geliebten als Täter überführt, was sich später als fataler Fehler herausstellt. Der Kommissar muss dem zu Unrecht verurteilten vor seinem Tod versprechen, den wahren Täter zu finden….

Kluftinger agiert im alltäglichen Leben eher tollpatschig, tritt regelmäßig in Fettnäpfchen und zwar nicht nur vor seiner Ehefrau, er wird  auch noch von seinen betagten Eltern bemuttert, trotzdem gelingt  es dem Kommissar dank seines scharfen Blickes, seines fotografischen Gedächtnisses sowie seiner Kombinationsfähigkeit immer  die Auflösung des Falls, mit dem er sich befassen muss. Wer mehr aus Kluftingers Welt erfahren möchte, dem seien auch die vorherigen Romane ans Herz gelegt.

Das Buch ist im September 2020 bei Ullstein erschienen.

Das Tattoo meines Lebens

Leute, es ist wieder soweit. Ich habe schon wieder ein Tattoo! Von meinem ersten Tattoo, ein „Umalome“, hatte ich euch ja vor einiger Zeit schon erzählt. Das Tattoo trage ich mit Stolz seit Oktober 2019. Und wo schon ein Körperschmuck vorhanden ist, lässt manchmal der zweite nicht lange auf sich warten. Ich habe sehr intensiv überlegt, was das nächste Motiv sein könnte. Denn wie ihr ja wisst, ist ein Tattoo eine Entscheidung für das ganze Leben und von daher will es gut überlegt sein. Wie schon berichtet verbindet mich mein erstes Tattoo mit den fantastischen, aber auch denkwürdigen Erlebnissen unserer Indienreise. Diese Reise hat mich so tief beeindruckt und fasziniert mich bis heute über alle Maßen. Manche Leute tragen ein Tattoo einfach als Körperschmuck, weil sie das Motiv so schön finden. Mit meinem Motiv möchte ich aber etwas aus meinem Leben verbinden, wie beispielsweise die beeindruckende Reise nach Indien.

Wie eine Eingebung kam mir dann die zündende Idee für mein nächstes Tattoo. Die Unterschriften meiner Eltern. Wie ich bereits berichtet habe, ist meine Mama im Oktober 2016 verstorben, mein Vater folgte ihr im Mai 2019, nach einer schweren Krebserkrankung. Davon erzähle ich euch in einem der folgenden Berichte. Meine Eltern habe ich so sehr geliebt. Sie waren mir die liebsten und die besten Eltern, die man sich nur wünschen konnte. Wir haben zusammen gelebt, gelacht, erlebt, geweint. Ich hatte eine  geborgene Kindheit und tolle Jugend, da lag der Wunsch nahe, meine Eltern immer bei mir zu haben. Gesagt getan! Erst einmal musste ich nach den Unterschriften suchen. Bei meiner Mama „Karla“ war das kein Problem. Ein Eintrag im Poesiealbum war ganz schnell gefunden. Aber bei meinem Vater „August-Wilhelm“, genannt „Auwi“ (den ich übrigens immer so genannt habe, Auwi war für mich das Synonym für „Papa“) war es dann schon schwieriger. Aber auch die Unterschrift haben wir dann nach langem Suchen gefunden. Ein Termin bei meinem Tattoostudio war rasch ausgemacht, doch leider kam die Corona-Pandemie dazwischen und der herbeigesehnte Termin musste erstmal bis auf weiteres verschoben werden. Aber nach rund 2 Monaten hatte das Warten dann ein Ende. Die Tattoostudios durften endlich wieder ihren Betrieb aufnehmen und ich wurde als einer der ersten Kunden für einen Termin angefragt.

Die Vorlage dazu hatte ich im Studio schon vorher abgegeben, sie wurde positioniert und los ging es. Vom ersten Tätowieren wusste ich, was schmerzmäßig auf mich zukam, aber an der Stelle am linken Unterarm war es erstaunlich erträglich und nach etwa 1 1/2 Stunden war es auch schon vollbracht. Zum ersten Mal konnte ich mir das Ergebnis anschauen und es ist perfekt gelungen! Und für mich war es ein absolutes Glücksgefühl! Es ist interessant, wie viele Leutchen mich schon auf dieses Tattoo  angesprochen haben und immer wieder ist es ein tolles, warmes Gefühl davon zu berichten, wer die beiden Namen sind.

Neuer Name!

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Kleine Info für euch: Ich habe meinen Blognamen geändert. Aus „Bambi’s Getting Sexy“ ist „Bambiversum“ geworden. Was damals als Idee zwecks Berichten zu den Vorbereitungen unserer Hochzeit entstanden ist, hat sich mit der Zeit weiterentwickelt und ist stetig gewachsen. Also seid gespannt, wie es weitergeht mit Bambis Welt!

Lindenstraße – eine Ära geht zu Ende

Nur noch 4 Wochen und die ARD-Serie „Lindenstraße“ geht zu Ende. Was am 08. Dezember 1985 begann, endet am 29. März 2020.

Fast ein ganzes Leben mit der Lindenstraße

Ich verfolge die Lindenstraße seit der ersten Folge und habe sie immer gerne gesehen. Die Fernsehprogrammkonferenz der ARD hat sich mehrheitlich gegen eine Verlängerung des Produktionsvertrages  mit der produzierenden Firma GFF entschieden.

Das Leben der Straßenbewohner wird recht realitätsnah dargestellt. Vielfältige, meist problemhaltige Facetten realen menschlichen Lebens werden in teils mehrere Jahre übergreifenden Handlungssträngen aufgegriffen. Sich allmählich entwickelnde Ehekrisen in bis dahin scheinbar heilen Familien (wie zum Beispiel in früheren Jahren bei Ehepaar Schildknecht, später bei Ehepaar Beimer und Ehepaar Sperling) zählen ebenso dazu wie Pubertätsprobleme bei den zahlreichen jugendlichen Figuren (zum Beispiel in Gestalt von Liebeskummer, verfrühter Schwangerschaft, Essstörungen, Drogenabhängigkeit) sowie auch politischer oder religiöser Extremismus. So gehörte zum Beispiel die Hauptfigur Klaus Beimer zu Jugendzeiten der Neonazi-Szene an. Es gab Coming-out-Prozesse (wie beim schwulen Carsten Flöter im ersten Jahr der Serie, später dann auch bei der lesbischen Tanja Schildknecht und anderen), langwierige Versuche zur Erfüllung von Kinderwünschen (zum Beispiel bei Valerie Zenker und Ines Kling wegen Zeugungsunfähigkeit ihres jeweiligen Partners, bei Berta Griese wegen Unfruchtbarkeit oder bei gleichgeschlechtlichen Paaren), komplizierte Krankheitsverläufe (z. B.  AIDS bei Benno Zimmermann Ende der 1980er Jahre, Alzheimer bei Hubert Koch in den 1990ern, Herzkrankheit bei Erich Schiller im Jahr 2009, Parkinson bei Hans Beimer im Jahr 2015), Wechseljahres- und Alterskrisen, aber auch Berufliches (Existenzgründungen mit Restaurants und Läden) und basisdemokratisches Engagement (Quelle Wikipedia).

Für viele Lindenstraßenbegeisterte war es sicherlich unangenehme Information, dass diese beliebte – eigentlich nicht mehr wegzudenkende Serie – abgeschafft werden soll. Als Fan der Lindenstraße hat es mich sehr gefreut, dass die Macher der Lindenstraße ein Stück Erinnerung bewahren wollten. Einige der Requisiten und Kostüme werden einen Platz in Museen als Erinnerung bekommen. Die Küche von Helga Beimer wird beispielsweise im „Haus der Geschichte“ in Bonn zu sehen sein. Das Technik Museum Speyer, das seit 2012 eine Dauerausstellung zur „Lindenstraße“ zeigt und bereits die Küche von Else Kling beherbergt, wird u.a. zusätzlich das Restaurant „Akropolis“ und das „Café Bayer“ in seine Sammlung aufnehmen.

Der Flohmarkt

Umso erstaunter war ich , als ich auf der Homepage der Lindenstraße von einer Verlosung zur Teilnahme an einem „Lindenstraßen-Flohmarkt“ las. Es gab im Februar 2020 in den WDR-Studios in Bocklemünd, wo die Lindenstraße gedreht wurde, drei Termine zur möglichen Teilnahme an einem Flohmarkt. Hier wollte die Produktionsfirma GFF den Fans die Gelegenheit geben, in den Requisiten bzw. Kostümen zu stöbern, um diese dann käuflich zu erwerben. Der gesamte Erlös sollte dann an karitative Institutionen (Kinderheime, Obdachlosenhilfe, etc.) gespendet werden.   Man musste nur eine Mail mit dem Wunsch seiner Teilnahme verfassen und Glück haben. So geschehen am vergangenen Dienstag, als ich fast schon nicht mehr daran gedacht hatte, dass es noch eine Chance auf die Teilnahme am letzten Samstag im Februar 2020 gab. Ich checkte meine Mails und traute meinen Augen nicht. Eine Mail aus der Presseabteilung der Lindenstraße, wir hatten gewonnen!!!! Ich konnte mein Glück kaum fassen!

Samstagmorgen ging es dann zu den WDR-Studios. Alle Gewinner wurden herzlich empfangen, Daten wurden gecheckt und dann durften wir mit dem Auto auf das Produktionsgelände. Und waren der Lindenstraße auf einmal ganz nah! Die Studios, wo die Innenaufnahmen gedreht wurden, liegen  direkt an der Außenkulisse der Lindenstraße. In den ehemaligen Studios fand der Trödelmarkt statt. Plötzlich standen wir in den ehemaligen Wohnungen der Lindenstraßenbewohner: im Flur von Mutter Beimer, in Angelinas Wohnung, in Carsten Flöters Küche usw. Und es waren so viele tolle Requisiten zu bestaunen und zu erwerben. Von Hajo Scholz Kontrabass über viele Wandbilder, Möbelstücke, Rolands Überlebenspakete, bis hin zu Hans Beimers Grabkreuz gab es viel zu bestaunen und zu erwerben! Das Prozedere lief dann folgendermaßen ab: Überall lagen Blanco-Formulare aus, in die man die Gegenstände/Kleidungsstücke eintragen konnte, die man mitnehmen wollte. An allen Gegenständen, wo kein Preis verzeichnet war, konnte man sich einen Preis überlegen, den man bereit war zu zahlen. Natürlich durfte der Preis auch mal etwas höher ausfallen, es kam ja einem karitativen Zweck zugute. Also los ging es und wir wurden schnell fündig: Teller aus Carsten Flöters Küche, Kaffeetassen aus Klaus Beimers Küche, ein Milchkännchen aus der Zenker-Wohnung,  einen dekorativen Wandkranz, eine Aigner-Geldbörse (!) von Angelina Dressler, ein Shopper den Nina Zöllig mal benutzt hatte und zwei Teelichte aus Stein, die zur Wohnung Tanja Schildknecht/Sunny gehörten. Gerne hätten wir noch ein riesiges Bild von „Laura Brooks“, die Serientochter von Ärztin Dr. Iris Brooks mitgenommen. Es wurde seinerzeit von Jack Aichinger fotografiert und Stück für Stück zusammengesetzt und auf Leinwand gedruckt, es hat beeindruckende Maße und sieht einfach faszinierend aus. Es hätte auf jeden Fall in unserer Wohnung einen schönen Platz gefunden, aber leider wäre unser Auto für den Transport viel zu klein gewesen.

Alles in allem war es ein wunderschöner Tag im Studio der ehemaligen Lindenstraße ein bisschen rumzustöbern, in Erinnerungen zu schwelgen und einige Andenken mitzunehmen.

Der Abschied

Und in 4 Wochen ist es dann vorbei mit der Serie „Lindenstraße“. Eine Serie, die in Deutschland Geschichte geschrieben hat und die mir sehr fehlen wird. Ich hoffe sehr, dass die Esemblemitglieder schnell neue Engagements finden und man sie im TV wieder sehen wird. Auf jeden Fall möchte ich allen Mitwirkenden und dem Produktionsteam meinen Dank aussprechen. Danke dafür, dass ihr alle einen tollen Job gemacht hat und man 34 Jahre lang immer wieder gut unterhalten wurde!

Lindenstraße, du wirst mir fehlen!

 

 

Tattoo-Time!!!

Lange Zeit habe ich überlegt, ob ich mir ein Tattoo stechen lasse. Voriges Jahr im Oktober war es dann endlich soweit. Wie ich in meinem Artikel über unsere Indienreise berichtet habe, hat mich diese Reise nachhaltig beeindruckt und fasziniert.

Ein Tattoo ist für mich, wie für viele Menschen ein toller Hautschmuck und es will gut überlegt sein, welches Motiv man wählt. Erste Inspirationsquelle war mein lieber Mann für mich, der sich schon weit vor unserem Indientrip ein Tattoo stechen lies, ebenso eine liebe Freundin, die mittlerweile einige Motive auf ihrem Körper stolz präsentiert.

Nach langem Überlegen entschied ich mich für ein „Unalome“. Es ist ein buddhistisches Zeichen und steht für den Weg zur Erleuchtung. Die verschiedenen Linien und Windungen des Unalome-Symbols beschreiben den Weg bis zur Erleuchtung. Die geschwungenen Linien deuten dabei den schwierigen Weg bis zur Spitze an. Im Netz habe ich dann ausgiebig nach dem für mich passenden Symbol gesucht und auch gefunden. Das Symbol sollte also in Zukunft und für alle Zeit meine rechte Wade seitlich schmücken. In unserem Heimatort gibt es seit Jahren ein tolles Tattoo-Studio.  Die Tätowiererin K. und ich waren uns auf Anhieb symphatisch. Ich zeigte ihr meine Vorlage und schon hatte ich den Termin zur Umsetzung meiner Wünsche in der Hand.

Die Zeit bis zum Termin im Studio verging  schnell. Frisch und munter begann K. mit der Umsetzung meiner Wünsche. Ein bisschen aufgeregt war ich auf jeden Fall. K. erklärte mir jeden Schritt nach Aufbringen der Vorlage. So gut es ging, machte ich es mir auf der Liege bequem. Die ersten Stiche waren ein bisschen unangenehm, aber absolut zum Aushalten. Mir war bewusst, dass das Tätowieren kein Spaziergang wird, aber ich kann mich gar nicht mehr richtig an die Zeit erinnern die K. für das Tätowieren benötigte. Das ist das Schöne an einem Studio, in dem man sich wohlfühlen kann, wenn man mit der Tätowiererin nett quatschen kann und mein Ehemann als „seelische Stütze“ dabei sein darf.

Was war ich auf das Endergebnis gespannt! Und ich war sowas von begeistert! Exakt so wie ich es mir vorgestellt habe, ist es geworden. Nach ausgiebigem Pflegen und Desinfektion des frischen Tattoos brachte K. einen speziellen durchsichtigen Wundverband auf das Schmuckstück auf. Das tolle daran ist, es fällt als Verband gar nicht auf und die Haut ist für die ersten Tage optimal geschützt.

Juhuuu, Tattoo!!!!

Jetzt bin ich also auch seit 4 Monaten mit einem Tattoo geschmückt und kann es kaum erwarten bis ich in ca. 3 Wochen meinen nächsten Tattoo-Termine habe. Bericht folgt!