FRAKTUS – oder wer hat den Techno erfunden?

Liebe Leute!

Ich habe bereits kurz erwähnt, dass wir in wenigen Wochen in unsere erste gemeinsame Wohnung umziehen werden. Wir freuen uns sehr darauf, aber es erfordert auch ein hohes Maß an logistischem Aufwand zwei Wohnungen in zwei Bundesländern zu einer gemeinsamen Wohnung zu organisieren. Doch dazu später!

Im Umzugsstress lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, kulturell wertvolle Veranstaltungen zu besuchen. Und so geschah, es, dass wir endlich ! am 14.05.2016 ein Konzert meiner Lieblingsband „FRAKTUS“ besuchten.

Es begab sich vor ca. einem Jahr, als mein Mann mich fragte: „Sag mal, kennst du eigentlich noch diese geniale Band aus den 80ern, FRAKTUS??? Natürlich war mir als Musikbegeisterte diese Band sehr bekannt und ich bin bis heute einer ihrer größten Verehrerinnen.

Die Band gründete sich in den 80er Jahren, damals noch unter dem ursprünglichen Namen „FREAKAZZÈ“ und wurde nach einer Umbesetzung zu „FRAKTUS“ und die als Folge ihrer genialen experimentellen Musik als Pioniere des Techno gelten. Die Band besteht aus den Mitgliedern Dickie „Starshine“ Schubert, Bernd Wand und Torsten Bage.

Lange Jahre ist es still um diese geile Band gewesen, leider muss man sagen, denn nach dem legendären letzten Konzert 1983 in der Turbine in Hamburg trennten sich FRAKTUS. Damals wäre ich gerne dabeigewesen, doch ich war noch zu jung, zu unschuldig, Hamburg zu weit weg und meine Eltern erlaubten mir das somit einfach nicht. Aber mit 16 kam ich meinem Traum, auf den Spuren von FRAKTUS zu wandeln, ein Stückchen näher. Ich war auf Klassenfahrt in Hamburg und so bekam ich die Gelegenheit mich mit meiner damaligen Busenfreundin Ulrike Ziegenbein von der Klasse abzuseilen. Sie war damals auch schon Fan und wir wollten unbedingt mal schauen, wo die Turbine Hamburg ist, in der unsere damaligen Idole aufgetreten sind. Umso erstaunter waren wir, dass es die Turbine, so wie sie damals existierte, nicht mehr gab. An der Stelle, wo die Turbine stand, war mittlerweile ein hässliches Parkhaus errichtet worden und wir wussten nicht warum. Ich kann mich noch erinnern, dass ein netter Hamburger Opi unsere Traurigkeit bemerkte und uns aufklärte. Er wusste das dort damals bei dem letzten FRAKTUS-Konzert durch irgendeinen Umstand die Halle abbrannte. Danach wurde relativ schnell das heutige Parkhaus errichtet und unser Traum auf den Spuren von FRAKTUS zu wandeln war schnell wieder verblasst, von dem Tadel unserer Klassenlehrerin Fräulein Rindsfuß sich einfach von der Klasse abzusetzen, mal abgesehen. Aber das war uns der Spaß allemal wert.

Umso schöner, dass mir mein Mann den Film über Fraktus zeigen konnte den ich bis dato nicht kannte, bei dem ich wieder Blut leckte und der „FRAKT“ (Insiderbegriff für FRAKTUS-FAN) in mir wieder zum Leben erweckt wurde.  Der Film über Fraktus erzählt die Geschichte von der Gründung über die Trennung der Band bis zum legendären  letzten Konzert in der Turbine Hamburg 1983 und den neuen Erfolgen der Band, Jahre später. Für den echten „FRAKT“ ein absolutes Muss! :-)

Nach dem Film waren wir wieder so angefixt, dass mein Mann seine Platten durchstöberte und ein echtes Schätzchen entdeckte. Die Platte „Tut Ench Amour“. Ich habe mir damals die Füße nach dieser Platte wundgelaufen, doch ich konnte sie nicht bekommen. Sie war immer wieder vergriffen. „Tut Ench Amour“ gilt als absoluter Meilenstein in der Geschichte von FRAKTUS. Schnell die Diskokugel im Wohnzimmer angeworfen, ein paar Leute eingeladen und ab ging die spontane FRAKTUS-Fete.

Durch unseren bevorstehenden Umzug habe ich vor ein paar Wochen meine Lieblingsplatte von FRAKTUS wiedergefunden, „AUTOMATE“. Ich hatte schon gedacht, ich hätte sie damals mal ausgeliehen und nie wieder zurückbekommen (was nur logisch wäre) und beim Hören wurde mir klar, das es keine andere Lösung geben konnte, als das wir endlich mal auf ein Konzert gehen müssen, denn mittlerweile haben die Bandmitglieder sich wieder zusammengerauft und geben Konzerte. Also gings endlich ab nach Düsseldorf auf unser erstes (aber nicht letztes) FRAKTUS-Konzert „Welcome to the Internet“:

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Torsten, Bernd und Dickie sind wieder da! Was für ein geniales Konzert. Schon allein der erste Auftritt der Jungs lies die Spannung bei mir, meinem Mann  und den anderen FRAKTS bis ins Unermessliche steigen. Der Countdown der von 10 bis null runtergezählt wurde, wollte gar nicht enden.

Und dann begann ein Feuerwerk musikalischer Künste der Extraklasse:

Die Jungs spielten sich so in Extase, dass man sich gleich wieder in die 80er Jahre zurückversetzt fühlte! Es wurde viel aktuelles von der neuen Platte gespielt, aber auch alte Songs wie „ASL-Affe sucht Liebe“, „Jag den Fuchs“, „ADAM“ usw. wurden gespielt. Das Publikum ging von der ersten Minute bis zur letzten mit. Zwei Stunden anrühende Songs mit absolut tiefgreifenden Texten, dem weltberühmten Thereminspiel Dickie Schuberts, dem unvergleichlichen Querflötenspiel Torsten Bages  und den mitreissenden Tanzeinlagen des selbsternannten „Fashion-Victim“, wie sich Bernd Wand gerne bezeichnet, machten den Abend zu einem absolut unvergessenen Erlebnis.

 

Hippies, Flower Power und die 70er

Ich bin ein Kind der 70er Jahre und denke oft und gerne an die „guten alten Zeiten“ meiner Kindheit und Jugend zurück.

Stichworte, mit denen ich die 70er Jahre in Verbindung bringe sind: Friedensbewegung, Hippies, Anti-Atomkraft-Bewegung, Bhagwan, Punk, ABBA, David Bowie, Räucherstäbchen, MAD-Magazin, Sesamstraße, Rappelkiste, Citroen-Ente, VW-Käfer, etc.

Ich kann mich noch gut an meine wunderschöne Kindheit erinnern. Zum Beispiel an meinen ersten Tag im Kindergarten und daran, dass ich das erste Mal für ein paar Stunden von zu Hause weg war. Das gefiel mir im ersten Moment so gar nicht, dass meine Mutter mich auf einem Schaukelpferd sitzend und mit einem Schokokeks in der Hand und heulend schweren Herzens zurückließ. Ich hatte mich jedoch schnell an den neuen Umstand und die netten Kinder gewöhnt.

Ich erinnere mich ebenso an unsere Citroen-Ente und den VW-Käfer, die meine Eltern in den 70er Jahren gefahren haben, die uns treue Begleiter waren und mit denen man ganz prima in den Urlaub fahren konnte, z. b. ins Tessin oder ins Allgäu nach Oberstdorf. Hier hatten wir mit dem VW-Käfer ein ganz besonderes Erlebnis:

Wir fuhren zu 5 Personen (meine Eltern, meine Großeltern und ich) nach Oberstdorf. Kurz bevor wir im Allgäu ankamen, stundenlange Fahrt über ca. 650 km – es regnete auf der gesamten Fahrt. Irgendwann bemerkten meine Großeltern eine Pfütze im hinteren Bereich. Stunden später fragte meine  Oma Tuta meinen Vater dann dochmal: „Du lieber Schwiegersohn, ist es normal, das wir hier hinten mit den Füßen im Wasser sitzen?“  Irgendetwas am Unterboden war defekt, was mein Dad bis dato nicht bemerkt hatte, doch der Defekt war am Urlaubsort dann schnell behoben und wir schmunzeln noch heute gerne über diese Geschichte.

Ich bin der Meinung, dass in den 70ern überall die Farben viel kräftiger waren, als man es z. B. heute in den Innenstädten sehen kann. Vieles in meiner hier nicht näher erwähnenswerten Heimatstadt war anschaulicher gestaltet. Es gab in der Innenstadt (heute sagt man ja „City) schöne Plätze, die zum Verweilen einluden, überall viele schön gestaltete Blumeninseln.

Die Mode hatte ebenso etwas besonderes. Besonders extrem fand ich da übrigens die „Schlaghose“. Männer und Frauen tragen Plateuschuhe. Bart und Koteletten zieren die Gesichter der Männer. Die Haare auf beiden Seiten der Geschlechter werden immer länger, dafür die Röcke der Damen immer kürzer und der „Minirock“ sorgt gleichzeitig für Aufsehen und Entrüstung. Modisch gesehen zeichneten sich die 70er durch ausgefallene Schnitte bunte Farben und auffällige Accessoires aus. Die Zeit des „Flower Power“ war geboren. Modisch gab es keine Grenzen mehr, je bunter und ausgefallener, je besser.

Musikalisch sind mir besonders Abba und David Bowie, John Travolta & Olivia Newton-John, George Baker Selection und noch einige mehr in Erinnerung geblieben. Damals war ich noch zu klein und ich machte mir nichts aus dieser Musik. Doch heute weiss ich die Musik dieser Zeit sehr zu schätzen und höre sie manchmal sehr gerne!

Das Fernsehprogramm hatte nur drei Programme. In schwarz/weiss: ARD, ZDF und bei uns der WDR. Wobei es als chic galt, sich überhaupt einen Fernseher leisten zu können. Ich bin in einer idyllischen Reihenhaussiedlung aufgewachsen und es war damals nicht selbstverständlich, dass jeder Haushalt einen Fernseher hatte. Meine Familie hatte den ersten Fernseher 1974, pünktlich zur Fußball-WM. Ein kleines bisschen kann ich mich daran erinnern und fand es gestern wie heute unglaublich spannend, bewegte Bilder aus einem Kasten zu empfangen.  Dazu wurde natürlich damals auch schon gegrillt, Würstchen auf dem Holzkohlegrill und meine Mama machte dazu den bis heute unschlagbar leckeren Kartoffelsalat!

Die 70er waren noch soviel mehr, aber bis hierhin waren es einfach mal meine Erinnerungen und Gedanken an diese wunderschöne Zeit….

Himmelbett mal anders

Liebe Leserinnen und Leser! Kennt ihr das auch, dass ihr irgendwie der Meinung seid, ihr müsst eure Wohnung mal wieder ein bisschen umgestalten?

Ich bin, was das angeht ein kleiner Freak und kann aus jeder Ecke etwas gemütliches zaubern. Ebenso mein Mann, da sind wir uns sehr ähnlich. So geschehen diese Woche. Als wir mal wieder abends miteinander telefonierten (derzeit haben wir der Arbeit wegen noch getrennte Wohnsitze, aber das ändert sich bald). Mein Mann rief eines abends bei mir an, ich hatte mein Telefon noch auf der Ladestation und hechte sportlich in die obere Etage. Nicht weit von meinem Telefon befindet sich das Bett, welches mich im Telefonat geradzu einlud, doch ein bisschen dort zu verweilen. Ich lege mich also hin, telefoniere mit meinem Mann und  liege am Fußende und blicke in den Abendhimmel. Und da kam mir die spontane Idee, das Bett einfach mal komplett umzudrehen. Und wir kamen sofort ans Überlegen, wie wir das Bett stellen wollten.  Ich wohne in einer großen Maisonettewohnung und in der oberen Etage befindet sich eine gemütliche Sitzecke und eben auch unser Schlafzimmer. Platz zum Umgestalten haben wir dort genug. Das wurde heute in die Tat umgesetzt und wir sind vom Ergebnis absolut begeistert:

Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Für mich ist es immer wieder faszinierend, wie man einen Raum mit kleinen Änderungen schön umgestalten kann und dabei noch den Nebeneffekt erzielt, die eigene Wohnung in einem ganz neuen Winkel betrachten zu können.

Brautfrisur – Und die Haare werden immer länger, Teil 2!

Hallo liebe Leser!

WP_20150727_14_25_17_Pro[1]Mittlerweile ist viel Zeit vergangen, vom Heiratsantrag bis heute. Seitdem züchte ich meine Haare lang. Was als Kurzhaarfrisur mit Undercut begann, hat sich nun endlich zu einer Langhaarfrisur mit 40 cm langen Haaren entwickelt. Da ihr euch ja vorstellen könnt, das Haare innerhalb dieses Zeitraumes nicht so schnell wachsen, kann man hier durch Haarverlängerungen ein kleines bisschen nachhelfen. Lange habe ich recherchiert und habe dann den Frisör meines Vertrauens über das Internet gefunden. Haarverlängerungen sind möglich, indem Echthaar, welches mit sogenannten „Keratinbondings“ an das eigene Haar strähnenweise angeschweisst werden. Also hatte ich vor einer Woche einen Termin bei besagtem Frisör und innerhalb von drei Stunden war ich rein optisch ein neuer Mensch:

Mit der neuen Frisur habe ich nun sehr viele Möglichkeiten und fühle mich absolut wohl. Die Pflege der neuen Haare ist relativ unkompliziert. Das Föhnen dauert natürlich länger als vorher, aber man benötigt keine speziellen, auf die Haare abgestimmten Extensionspflegemittelchen, wie es vor einigen Jahren einmal der Fall war. Die Extensions sind ca. 6 Monate haltbar, da sie mit den echten Haaren herauswachsen.  In den nächsten Tagen habe ich einen Termin um Brautfrisuren auszuprobieren, also dranbleiben und mitlesen!

Schiebegardinen – ein Abenteuer

Liebe Leser,

kennt ihr das? Ihr möchtet euer Heim noch schöner machen, als es eigentlich schon ist? Ihr fahrt zu einem schwedischen Möbelhaus und kauft eine wunderschöne Schiebegardine, die euch aber an den Rand des Wahnsinns treibt? So geschehen, heute. An einem Sonntag. Eigentlich schon vorher.

Es begann mit dem Kauf einer solchen. Schiebegardine. Eine Gardine dieser Art mussten wir umtauschen, weil der Stoff in der Mitte eingerissen war. Gottchen, beim nächsten Möbelhausbesuch einfach umtauschen, bitteschön, was solls! Ha! Also heute dann ein neuer Versuch der Montage!  Ein ähnliches Exemplar hängt schon in der Wohnung meines Liebsten. Da es schon ein Weilchen her ist, dass wir seine Gardine anbrachten, mussten wir uns erst einmal in die Bedienungsanleitung einlesen. Die Anleitungen des schwedischen Möbelhauses an sich sind für den Hobby-Heimwerker eigentlich sehr verständlich. Bei der Anleitung der  Schiebegardine sah es allerdings schon etwas anders aus. Jedoch hatten wir aus der Gardine meines Freundes etliche Lehren gezogen und mit ein bisschen Alkohol und gesundem Menschenverstand hatten wir diese dann doch recht flott angebracht und somit war das technische eigentlich kein Problem. Wir rechneten jedoch nicht damit, dass der Stoff meiner Gardine vom Werk aus  leider falsch rum aufgerollt war. Ich möchte damit sagen, wir rollten den Stoff aus, brachten die Schiebeleiste an und zack! Beim Aufhängen, tja hing sie falsch rum. Also so eine verdammte K….e!!!! Aber wir beide lassen uns hier so gut wie gar nicht aus der Ruhe bringen. Gut, es war fast soweit muss ich gestehen, aber was will man machen! Und dann war es soweit, alles fertig und so sieht unser Ergebnis aus:

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Ich bewohne derzeit noch eine Maisonettewohnung und hinter der tollen Schiebegardine verbirgt sich nun mein Schlafbereich. Der Vorteil hierbei ist, das der große Raum in der oberen Etage meiner Wohnung so ein wenig abgetrennt ist und durch das Motiv der Gardine der Raum einen wunderbaren Farbtouch bekommt.