Ich bin Dr. Bambi Gonzales, Chefredakteurin von "Bambi's getting sexy" jung, innovativ, verrückt, lustig, weiblich, wandlungsfähig, Ehefrau, Tochter, Freundin, Bloggerin, Katzenadoptivmutter, Weltenbummlerin und viele Leidenschaften mehr!

Himmelbett mal anders

Liebe Leserinnen und Leser! Kennt ihr das auch, dass ihr irgendwie der Meinung seid, ihr müsst eure Wohnung mal wieder ein bisschen umgestalten?

Ich bin, was das angeht ein kleiner Freak und kann aus jeder Ecke etwas gemütliches zaubern. Ebenso mein Mann, da sind wir uns sehr ähnlich. So geschehen diese Woche. Als wir mal wieder abends miteinander telefonierten (derzeit haben wir der Arbeit wegen noch getrennte Wohnsitze, aber das ändert sich bald). Mein Mann rief eines abends bei mir an, ich hatte mein Telefon noch auf der Ladestation und hechte sportlich in die obere Etage. Nicht weit von meinem Telefon befindet sich das Bett, welches mich im Telefonat geradzu einlud, doch ein bisschen dort zu verweilen. Ich lege mich also hin, telefoniere mit meinem Mann und  liege am Fußende und blicke in den Abendhimmel. Und da kam mir die spontane Idee, das Bett einfach mal komplett umzudrehen. Und wir kamen sofort ans Überlegen, wie wir das Bett stellen wollten.  Ich wohne in einer großen Maisonettewohnung und in der oberen Etage befindet sich eine gemütliche Sitzecke und eben auch unser Schlafzimmer. Platz zum Umgestalten haben wir dort genug. Das wurde heute in die Tat umgesetzt und wir sind vom Ergebnis absolut begeistert:

Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Für mich ist es immer wieder faszinierend, wie man einen Raum mit kleinen Änderungen schön umgestalten kann und dabei noch den Nebeneffekt erzielt, die eigene Wohnung in einem ganz neuen Winkel betrachten zu können.

Edelbehinderung…

Ein altes Sprichwort sagt: Wer schön sein will, muss leiden.

Ich leide ein bisschen, seit zwei Wochen, an den Fingern. Genauer gesagt an den Fingernägeln. Ich habe mir vor zwei Wochen die Fingernägel neu modelieren lassen. Zum einen, weil ich gepflegte Fingernägel immer schon als ein Schönheitsideal betrachtet habe und zum anderen, weil ich mich von diesem Trend habe anstecken lassen. WP_20160213_15_35_37_Pro

Mit der Zeit stellt sich jedoch bei manchen Tätigkeiten eine Behinderung in Alltagsarbeiten ein, die ich als „Edelbehinderung“ bezeichnen möchte. Zum Beispiel im Büro: Wenn man das erste Mal  mit künstlichen Fingernägeln  mit der PC-Tastatur arbeitet, die Tasten zwar trifft, aber plötzlich gern mal daneben tippt und wie ein Tastaturlegastheniker zwischen zwei Tasten hängen bleibt, weil die Tasten sich mit einem Mal rutschiger anfühlen. Ihr müsst wissen, dass ich bei meiner Grundausbildung das Tippen im 10-Finger-System in Perfektion erlernt habe. Mit den neuen Nägeln habe ich manchmal das Gefühl, meine Kraft lässt im Tippen einfach nach und ich frage mich, wie die anderen Kollginnen es mit ihren künstlichen Fingernägeln so hinbekommen. Meine Hände sind nach einem Vollzeitjob beinahe kraftlos. Wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre, dann kann ich mich mit letzter Kraft am Lenkrad meines heißgeliebten Autos noch festhalten und komme sogar noch wohlbehalten nach Hause.

Vielleicht kennt ihr auch das Gefühl, wenn ihr euer Smartphone aufgrund eines technischen Defekts öffnen müsst und ihr die Rückseite eures Phones nicht mehr so ohne weiteres öffnen könnt und somit zu spitzeren Gegenständen zum Öffnen greifen müsst, nachdem ihr 15 Minuten vergeblich und unter leichtem Fluchen versucht habt, es zu öffnen und nach gefühlten 25 min.  mittlerweile Krämpfe in den Fingern habt.

Die absolute Erkenntnis traf mich jedoch vorige Woche mit voller Wucht, als ich mit meinem Mann zum Einkaufen unterwegs war. Wir beide also an der Kasse, ich zahle mit der EC-Karte und der bis dahin freundliche junge Verkäufer legt mir den Kassenbon zum Unterschreiben hin. Bis hierhin kein Problem. Ich unterschreibe, der Verkäufer legt meine Karte zur Prüfung daneben und gibt sie mir nicht zurück, sondern lässt sie liegen!!!! Leute und jetzt beginnt der Kampf des Wiederaufnehmes meiner Karte. Ich habe den Eindruck, das das Ding da irgendwie festzukleben scheint! Ich schiebe es hin und her, her und hin und versuche verzweifelt es zu greifen. Langsam beginne ich in Panik zu verfallen, der Schweiss steht mir bereits auf der Stirn. Ich blicke verlegen nach links und habe mittlerweile das Gefühl, dass die Schlange der wartenden Kunden hinter mir bis ins unermessliche anwächst. Der junge Verkäufer glotzt nur blöde und scheint nicht wahrzunehmen, wie ich mich hier quäle. Doch die Rettung in Gestalt meines geliebten Gatten naht bereits! Mein Mann erlöst mich von diesen Höllenqualen und gibt mir ganz gentlemanlike meine heißgeliebt EC-Karte. Seit diesem Vorfall bin ich eigentich wieder Fan des Bargeldes geworden, eine wundervolle Erfindung, seit es Edelbehinderungen gibt!WP_20160227_14_53_00_Pro

So und nun möchte ich gerne von euch wissen, wie kommt ihr mit euren künstlichen Fingernägeln im Alltag klar, liebe Leserinnen? Oder habt ihr gar einen persönlichen Assistent, der euch die kleinen alltäglichen Behinderungen abnehmt? Welche Fingernagellängen und Formen bevorzugt ihr?

Öfter mal was neues und wie ich mich optisch verändern kann – Teil 1

Liebe Leserinnen und Leser! Ich möchte euch heute berichten, wie ich eine Leidenschaft für mich entdeckt habe, die bisher keine große Rolle in meinem Leben  gespielt hat: Typveränderung durch Make up. Alles begann mit den Vorbereitungen zu unserer Hochzeit. Drei Wochen vor unserem Trautermin hatte ich ein Gespräch mit meiner Stylistin, um die Brautfrisur und ein passendes und dezentes Make up für mich zu finden. Beim Thema Frisuren bin ich immer schon sehr experimentierfreudig gewesen, habe (bis auf eine Glatze, nein muss auch nicht wirklich sein) fast alle Frisuren die machbar sind, hinter mir und somit war das Thema lange Haare für die Hochzeit und meine Vorstellungen für die Brautfrisur flott geklärt.

Bisher war ich nie der Typ, der sich großartig geschminkt hat, zum einen weil ich mich kaum mit dem Thema befasst habe, zum anderen bin ich jetzt älter, benötige also nicht mehr soviel Schlaf und kann somit morgens die Zeit bis zur Arbeit sinnvoll nutzen, um mich alltagstauglich „aufzuhübschen“.

 

Ihr kennt das sicher auch, dass wenn es euch gut geht und ihr mit euch im reinen seid, dass manchmal irgendwie  noch das I-Tüpfelchen zum Wohlbefinden fehlt. Ich hätte nie gedacht, dass nur ein kleiner Schritt ausreicht, um sich rundum wohlzufühlen und das man das Glück und die Möglichkeiten hat, das Beste aus sich herauszuholen.

Ich habe soviele tolle Tipps erhalten, wie ich ein Alltags-Makeup gestalten kann, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen.  Und wenn man schon ein neues Styling hat, dann kommt natürlich auch mal wieder eine neue Frisur sowie neue Klamotten ins Spiel. Besonders freut es mich, da ich einen Mann an meiner Seite habe, der meine Ideen und Wünsche zum Thema „Umstyling“ immer wieder unterstützt.

Demnächst lest ihr hier, welche Vorbilder ich habe und wie meine optische Vewandlung weitergeht….

Mobile Webseite – einmal anders

Liebe Leserinnen und Leser, das Thema „Mobile Webseite“ ist ja seit der Erfindung des Smartphones ein topaktuelles Thema. Man versteht darunter, dass Webseiten auch auf mobilen Geräten wie Tablets und Smartphones ansprechend dargestellt werden. Bambi’s Getting Sexy bietet Euch selbstverständlich auch eine perfekt mobil angepasste Ansicht, sodass es keine Scroll- und Zoom-Orgien und andere Such- und Fingerspiele geben muss.

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Doch ich gehe jetzt einen Schritt weiter. Unter dem Motto „Bambi’s Getting Sexy. Online war gestern.“ biete ich einen besonderen Service, sozusagen die mobile Webseite neu definiert.

WP_20160220_15_13_11_ProDenn ich habe in meinem Auto, welches ziemlich mobil ist, immer ein Exemplar meines Blogs als gedruckte Version verfügbar, die ich gerne gegen eine Schutzgebühr von 3,95 € an alle interessierten Leser verkaufe, die auf dem Klo kein Internet haben bzw. gerne auch mal meinen Blog retro lesen möchten oder nicht daran gedacht haben, ein mobiles Endgerät mitzunehmen. Klingt verrückt, ist es auch.

Wenn Ihr häufig auf deutschen Bundesautobahnen oder Bundesstraßen unterwegs seid und mein Auto seht, das an seinem charakteristischen Aufkleber gut erkennbar ist, dann macht Folgendes:

Wenn Ihr hinter mir fahrt, gebt mir mittels Lichthupe in Morsezeichen folgendes Lichtsignal:

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(der Punkt steht für kurzes Lichthupen, der Strich für lange Lichtsignale. Übersetzt  heißt der Text: Ich bin ein Fan von bambisgettingsexy und möchte ein Exemplar haben).

Wenn Ihr vor mir fahrt, macht Ihr das Ganze mit den Bremslichtern. Ganz einfach, oder? Ich fahre dann sofort rechts ran und verkaufe Euch ein Exemplar.

Flitterwochen in Sizilien

5 Monate sind wir schon verheiratet und ich wollte es nicht versäumen, ein bisschen was von unseren Flitterwochen zu erzählen. Während ich diesen Artikel verfasse, springt mir immer wieder unser Kater „Baby Hübner“ über die Tastatur und fordert mich auf, mit ihm zu spielen. Der Kater muss im vorigen Leben mal ein Hund gewesen sein, denn er hat einen Riesenspaß, wenn man Bälle durch die Gegend wirft. Das hier nur mal so nebenbei! :lol:

Zurück zu unseren Flitterwochen, die wir direkt im Anschluss an unsere tolle Hochzeit geniessen konnten. Drei Wochen vor der Hochzeit waren wir im Flughafen in Düsseldorf. Dort gibt es einen Reisemarkt mit vielen Reiseanbietern. Wir hatten uns schon im vorher viele Gedanken gemacht, wohin die Reise gehen sollte und somit entschieden wir uns für das beste Preisleistungsangebot, ein Wellnessressort und Spa in der Nähe von Taormina (Sizilien). Taormina liegt zwischen Catania und Messina direkt am Ionischen Meer. Sizilien liegt südwestlich von der Stiefelspitze Italiens und ist mit dem Flieger in gut 2 1/2 Stunden erreichbar. Das markanteste Merkmal der Insel ist der Vulkan Ätna

Der erste Urlaubstag fiel dann buchstäblich ins Wasser, da Sizilien von einem heftigen Unwetter betroffen war, Straßen an der Küstenstraße standen komplett  unter Wasser und es regnete den ganzen Tag in Strömen. Was den Flitterwöchner an sich nicht stören sollte, da man sich den Tag ja gut  zu vertreiben weiss :-D . Am nächsten Tag war das Unwetter dann schnell vergessen und wir machten einen ersten Ausflug nach Taormina. Die Stadt liegt auf dem Monte Tauro. Die schnellste Art nach Taormina zu gelangen, ist die Fahrt mit der Bergbahn, die jedoch durch das Unwetter ausser Betrieb gesetzt werden musste. Mit Linienbussen, die von verschiedenen Stellen in und um Taormina verkehren, kommt man genauso schnell in den wunderschön gelegenen Ort mit vielen kleinen Gässchen und tollen Shoppingmöglichkeiten. Der Besuch in einer Trattoria ist unbedingt zu empfehlen und ein Geheimtipp ist die „Pasticceria D’amore“. Meines Erachtens gibts hier das weltbeste, selbstgemachte Eis ever! Ich hatte von dieser Pasticceria in der ARD-Serie „Verrückt nach Meer“ gehört und wir wurden nicht enttäuscht. Neben vielen leckeren Eissorten gibt es dort auch köstliche Kuchen, Torten und Gebäck.

Was die Restaurants in Taormina angeht, gibt es eine vielfälitige Auswahl an verschiedenen italienischen Spezialitäten bzw. auch die internationale Küche ist hier vielerorts vertreten. Schwertfisch, Arrancini und Auberginen-Gerichte sind hier viel vertreten, ganz zu schweigen von der leckeren Pizzavielfalt. Wer sagt, Taormina sei teuer, was Speisen angeht, der hat vielleicht sein Augenmerk noch nicht auf die Seitengassen im Bereich der Fußgängerzone schweifen lassen. Der Ort ist überschaubar und ein Blick in die Gässchen lohnt, wenn man günstig und authentisch essen möchte.

Als Abschluss nach einem guten Essen möchte ich hier noch den „Limoncello“ empfehlen. Limoncello ist ein Zitronenlikör und ist unglaublich lecker und erfrischend. Seit wir das erste Mal im Jahr 2013 Mal in Italien waren, gehört für uns dieses Getränk einfach dazu und wenn wir ein bisschen italienische Feeling in Deutschland haben möchten, kaufen wir uns immer mal wieder eine Flasche Limoncello, machen die Augen zu und träumen uns einfach nach Italien!!!

Urlaubstipp: Das Zeppelin Museum Friedrichshafen

Liebe Leute! Wenn ihr mal im Allgäu oder am Bodensee oder irgendwo in der Umgebung Urlaub macht, dann kann ich euch den Besuch im „Zeppelin Museum“ sehr empfehlen. Wer sich für Technik und die Geschichte des Zeppelins interessiert, der ist hier bestens aufgehoben. Ich war vor zwei Jahren das erste Mal mit meinem Mann dort. Mein Papa hatte uns den Tipp gegeben, dass wir mal einen Abstecher von Oberstdorf zum Bodensee machen sollten. Und ich muss sagen, es hat sich sowas von gelohnt! Wenn ich vorher kaum etwas von Zeppelinen wusste, dieser erste Museumsbesuch damals hat mich total angefixt und ich kann sagen, ich bin zu einem großen Fan des Zeppelin Museums geworden.

Das Zeppelin Museum ist im ehemaligen Hafenbahnhof mit seiner klaren Bauhausarchiktektur direkt am Bodensee gelegen. Hier kann man die weltgrößte Ausstellung der Luftschiffahrt betrachten und als Highlight gibts hier eine orginalgetreue Rekonstruktion eines Teils der „LZ 129 Hindenburg“.

Die Preise sind moderat und betragen für Erwachsene 9,– € und für Kinder 4,– €. Wenn man wie wir Inhaber der „Allgäu-Walser-Card“ ist, erhält man eine Ermäßigung und bezahlt pro Person 8,00 €. Das Ausleihen von Audioguides ist möglich und man hat an verschiedenen Stationen die Möglichkeit über installierte Ohrhörer Informationen zur Geschichte der Zeppeline abzurufen.

Bevor man die Ausstellung betritt, kann man sich zur Vorbereitung einen Film (zeitweise in 3-D) anschauen.

Hier erhält man sehr viele Hintergrundinformationen zur Idee des Zeppelinbaus, der Realisierung und der imposanten Größe der Zeppeline.

Danach gehts dann in die eigentliche Ausstellungsebenen. In der Wunderkammer werden über 350 Exponate wie Postbelege und Briefmarken, Souvenirs, Medaillen, Porzellanteller und Tassen, Blechspielzeug sowie Zeppelin-Nippes aller Art ausgestellt.

Im westlichen Gebäudeflügel wird Luftfahrttechnik anschaulich und kann selbst erfahren werden. An zahlreichen Experimentierstationen können Besucher selbst herausfinden, wie beispielsweise Auftrieb funktioniert, warum die Stromlinienform entwickelt wurde und wie Luftschiffgetriebe funktionieren. Diese Station finde ich besonders gelungen und für Familien mit technikbegeisterten Kindern genial gemacht!

Weiter gehts dann auf der zweiten Ausstellungsebene in den Nachbau des „LZ129 Hindenburg“. Hier kann man nachempfinden, wie es sich angefühlt hat, mit einem Zeppelin zu fahren.

Mein Fazit: Wer nicht weiss, was man an einem regnerischen Urlaubstag unternehmen kann, der ist in Friedrichshafen im Zeppelin Museum bestens aufgehoben.

Priscilla Precious, das tanzende Bumsmariechen

Priscilla Precious ist eine Frau, aber keine gewöhnliche Frau, der man vielleicht täglich beim Einkaufen begegnen könnte – nein… Sie ist so viel mehr. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, sie vor vielen Jahren kennenlernen zu dürfen.

Ich erzähle Euch nun die Geschichte, die sich im Karneval 1989 zutrug.

Als junges, damals 18-jähiges Mädchen, war ich mit meinen Eltern beim Kölner Karnevalszug. Als gerade der Wagen mit dem Elferrat vorbeizog, kämpfte ich mich todesmutig alleine zum nächsten Getränkestand, um mir einen Asbach-Cola zu holen. Das war ein Leichtes für mich, da ich als Clown Pennywise verkleidet war und die angetrunkenen Männer einen gehörigen Respekt vor mir hatten (meine Eltern lasen immer gerne Bücher von Stephen King). Als ich einige Zeit später am Stand der Firma „Getränke Fickers“ ankam und mich an die überfüllte, mit laut grölenden, verkleideten Menschen vollbesetzte Theke anstellte, hörte ich neben mir die rauchige Stimme einer reifen Frau, die „noch 2 Kölsch und 2 blaue Lümmel“ bestellte. Sie stand direkt neben mir und roch nach Rauch und billigem Parfüm. Sie war als Funkenmariechen zurecht gemacht, trug schwarze Netzstrümpfe mit Löchern, ein rot-weißes Minikleid im typischen Uniform-Stil. Einige Knöpfe fehlten bereits und es hatte weiße Flecken.

„Den Clown kenn‘ ich, der taugt nichts!“ sagte die Frau, „warum bist du denn nicht als Nonne oder Indianer verkleidet?“ „Das könnte ich dich auch fragen, du Schlampe!“, sagte ich ziemlich gereizt, weil mir das Gedränge auf den Sack ging und die Frau mich mit ihrer asozialen Art total herausforderte. „He, mal nicht so gereizt, Kleines!“. Ich nahme mein Getränk und wollte gehen, da hielt sie mich an einer meiner Bommeln fest. „Weißt du eigentlich, wer ich bin?“ – „Nein, will ich auch nicht! Lassen Sie meine Bommel los!“ – „Ich bin Priscilla, das tanzende Bumsmariechen!“

Plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ich hatte von ihr gelesen – verbotenerweise, und zwar in der „Wochenend“, die mein Vater seit den 70ern abonniert hatte und heimlich las, wenn meine Mutter beim Töpferkurs war. Das war doch diese Frau, die immer hinten in der Zeitschrift, wo die Kleinanzeigen sind, inseriert hatte. Oh weia! Die alte Sau!

Ich musste ihr imponiert haben mit meiner aggressiven Art, denn sie lud mich zu einem weiteren Kaltgetränk ein.

„Weißt du“, sagte sie, „ich bin hier mit meiner Tanzgarde, den ruud-wießen Fötzjer aus Geilenkirchen. Wir machen hier immer ein bisschen rum an Rosenmontag, wir wollen halt Spaß haben, du verstehst doch, was ich meine.“ Ich bekam einen hochroten Kopf. Dann kam auch mein Papa; ich wollte nicht mit dieser Frau gesehen werden, aber dennoch interessierte sie mich. Ich ging einen Schritt nach vorne, auf meinen Vater zu, der mir zurief: „wir gehen noch ins „Brauhaus Spät“, Liebsche, wir sitzen unten, direkt hinter dem Eingang! Wenn du hier fertig bist, kommst du nach! Du unterhältst dich ja noch!“

Jetzt stand dem fragwürdigen Vergnügen nichts mehr im Weg, denn ich wollte schon noch mehr wissen von dieser geheimnisvollen Frau. Ich wand mich ihr wieder zu und fragte: „Und was macht ihr dann so am Rosenmontag, welche Art von Spaß habt ihr denn?“ Priscilla antwortete: „Die ruud-wiße Fötzjer haben einen eigenen Wagen, da spritzt der Sekt nur so! Dafür sorgt der Sekt-Jupp schon. Und unsere Kaviar-Mädche müssen ständig auf’s Klo. Komm‘ doch mal mit!“

Jetzt war ich endgültig fasziniert von dieser ganz besonderen Schlampe und beschloss, mir das frivole Treiben anzuschauen. Ich folgte ihr durch das Getümmel, bis die Menschenmengen weniger wurden, und wir gingen in einen versifften Hinterhof, wo ein alter Opel Kadett, der besagte Karnevalswagen und mehrere Dixie-Klos standen.

Priscilla Precious, Mai 1990

Priscilla Precious, Mai 1990

Der Karnevalswagen war nicht besonders groß, dafür aber umso fantasievoller gestaltet: ein riesengroßer Pappmaché-Dödel ragte weit in den Himmel auf, die Seiten des Wagens waren mit klitorisartigen Applikationen beklebt und über allem prangte der Spruch: „Die Fötzjer sinn da, Bummsfallera!“ Priscilla erklärte mir: „Wir haben auch Wurfmaterial! Wir schmeißen mit dicken Würstchen und hartgekochten Eiern. Und wir spritzen auch gerne mal Sprühsahne in die Menge!“

Plötzlich hörte ich aus Richtung dieses verruchten Wagens ein Stöhnen. Ich wollte mir nicht ausmalen, wer da stöhnt und warum, aber Priscilla erklärte bereits: „Das sind Ray und Kiki, die schieben ’ne Nummer. Willste mitmachen, du kleines Luder?“ Nein, das war nun wirklich nichts für mich… „Weißt du, wir drehen jedes Jahr an Karneval einen Film, den wir an Videotheken verkaufen. Den kann man dann hinten in der Pornoecke ausleihen. Dieses Jahr nennen wir ihn: ‚Ruude Fötzjer, wieße Spritzjer‘.

Aus dem Opel Kadett stieg nun eine Frau, die sich als „Marylin Mystique“ vorstellte – sie musste die ganze Zeit in dem Auto gesessen haben; was sie dort machte, weiß ich nicht. „Ey Priscilla, wen hast du uns denn da angeschleppt?“ – „Die Kleine wollte mal sehen, wat mir Fötzjer so treiben!“

Was sich dann zugetragen hatte, kann ich nicht mehr vollständig wiedergeben, denn ich hatte einige Eierlikörchen mit Sprühsahne zuviel getrunken. Im Nachhinein kann ich mich aber daran erinnern, dass dieser Nachmittag auf dem Karnevalswagen mir meine Unschuld genommen hat und ich Priscilla Precious bis heute noch regelmäßig treffe.pssst

Stunden später kam ich mit einigen abgerissenen Bommeln, aber glücklich und besoffen im „Brauhaus Spät“ an, wo meine Eltern ebenfalls sturzbetrunken in der Ecke hingen und nicht genauer hinterfragten, wo ich die ganze Zeit gewesen bin. Ich sagte, ich hätte mich mit ein paar Mädels aus meiner Berufsschulklasse verquatscht…

Unregelmäßig treffe ich mich noch noch heute, 2016, mit Priscilla und habe immer eine Flasche Eierlikör und Sprühsahne im Kühlschrank, direkt neben der dicken Wurst. Und wenn Ihr mal in der Videothek seid und Euch ein Sexvideo ausleihen möchtet: schaut mal auf die Rückseite, ob Ihr dort meinen Namen findet..!

Hinweis:
Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Ein Rückblick auf 2015 und ein Ausblick auf das neue Jahr!

Hallo liebe Leser!

Lange habe ich nichts mehr geschrieben, ja ich gebe es zu, aber nach einer Heirat hat man noch das eine oder andere „bürokratische“ zu erledigen.  Aber das ist nun auch erledigt und endlich komme ich mal wieder dazu etwas aus unserem Leben zu berichten.  Seit der  Hochzeit haben wir wieder viel erlebt!

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Auf dem Weg in die Flitterwochen auf „Wolke 7“

Unsere Hochzeitsreise ging nach Sizilien, besser gesagt nach San Allessio Siculo.  Das liegt ca. 40 km südwestlich von Messina an der Küste des Ionischen Meeres. In unmittelbarer Nachbarschaft ist auch der wunderschöne Ort Taormina gelegen. Dort haben wir eine wunderschöne und romantische Woche in einem Wellnesshotel und Spa genossen und die Gegend ausgiebig erkundet.

Ein ausführlicher Reisebericht folgt hier in den nächsten Tagen!

Ebenso kommen wir gerade aus den „2. Flitterwochen“ aus Oberstdorf zurück, wo ich bzw. auch mein Mann interessantes zu berichten wissen. Also, seid gespannt liebe Leser!

 

 

 

Unsere Hochzeit!

Und dann kam er, der Tag der Tage! Was ich bzw. wir uns lange nicht vorstellen konnten, wurde Realtität. Unser Hochzeitstag!

Wie ihr euch sicher denken könnt, habe ich die Nacht vor unserer Hochzeit vor Aufregung kaum geschlafen. Mein Gatte hat dafür bestens geschlafen, kaum waren wir von unserer freitagabendlichen „Vorfeier“ zu Hause, lag er im Bett und war rasch im Land der Träume. Umso erstaunter war er dann, als um 7 Uhr der Wecker klingelte und ich – wie immer, wenn wir etwas vorhaben – frisch und munter und ohne Augenringe aus dem Bett sprang, ein Liedchen trällerte und meinem Liebsten einen frisch gebrühten Kaffee kredenzte. Noch schnell unter die Dusche gehüpft und ab ging es für uns beide zum Beautyprogramm beim Frisör.

Unser lieber Trauzeuge J. und mein Papa waren beauftragt, den Autoschmuck und meinen Brautstrauß abzuholen. Keine zwei Stunden später waren wir frisch gestylt wieder zu Hause und wurden von unseren Trauzeugen und den Brauteltern in Empfang genommen. Ein kleiner Wehmutstropfen an dieser Stelle: die geliebte Mama Thea, meine Schwiegermutter konnte diesen wunderbaren Tag leider nicht mehr miterleben. Sie ist voriges Jahr an den Folgen eines Schlaganfalles gestorben. Aber für mich ist eines klar: Sie war den ganzen wunderschönen und traumhaften Hochzeitstag mit dabei. Das spüre ich tief in meinem Herzen!

Und dann gings los! Auf zur standesamtlichen Trauung im Kurfürstlichen Schloss zu Koblenz!

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Kurfürst Clemens Wenzeslaus ließ das Kurfürstliche Schloss von 1777 bis 1786 im Stil des französischen Klassizismus errichten. Das Kurfürstliche Schloss ist im ehemaligen Bundesgartenschaugelände gelegen.

Vor dem Schloss waren schon alle Gäste versammelt und dann ging es in den schönen Kaiserin-Augusta-Saal:

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Mein Mann und ich waren schon mächtig aufgeregt, aber wir haben die wunderschöne Rede des Standesbeamten sehr genossen! Der Standesbeamte erzählte die Geschichte von Feuer und Wasser:

Als Feuer und Wasser sich das erste Mal begegneten, waren sie voneinander fasziniert. Das Feuer war ungestüm und temperamentvoll, leuchtend und heiß, brodelnd und aufregend. Das Wasser hingegen floss ausgeglichen vor sich hin, war klar und beruhigend, glitzernd und erfrischend. Staunend betrachteten sich Feuer und Wasser. Beide entdeckten am anderen unzählige Eigenschaften und Besonderheiten, die sie an sich nicht kannten. Und da sich Gegensätze bekanntlich anziehen, blieb es nicht aus, dass sich Feuer und Wasser ineinander verliebten. Sie trafen sich, hatten Spaß miteinander, lernten voneinander und ergänzten sich wunderbar. Weil sie sich gegenseitig so kostbar geworden waren, beschlossen Feuer und Wasser, für immer zusammenzubleiben. Sie feierten ein großes Fest. Viele Gästen waren geladen – auch der Wind. Der schenkte ihnen eine bauchige Flasche mit wertvollem Inhalt. Nach der Feier öffneten Feuer und Wasser die Flasche und entnahmen daraus eine alte Schriftrolle. Auf dem Pergament stand Folgendes geschrieben: “Passt auf, dass ihr eure Individualität behaltet! Ihr seit so verschieden und schätzt dies aneinander. Hütet diesen Schatz, denn dieser ist das Geheimnis eurer Liebe. Respektiert eure Grenzen! Lernt voneinander, aber versucht nicht, euch gegenseitig umzuerziehen! Entdeckt immer wieder Neues aneinander! Glaubt nie, dass ihr das Geheimnis des anderen gelüftet habt, und achtet einander jeden Tag eures gemeinsamen Lebens!” Feuer und Wasser lasen die Flaschenpost aufmerksam durch und dachten darüber nach. Dann stellten sie die bauchige Flasche gut sichtbar in ihrer gemeinsamen Wohnung auf, um immer wieder an deren Inhalt erinnert zu werden.

Eine wunderschöne Geschichte, die auch mit Sicherheit ein bisschen auf uns zutrifft und das Geheimnis unserer Liebe wollen wir immer behüten.

Es folgte die Frage aller Fragen und ich kann euch sagen nie habe ich so gerne „JA“ gesagt wie am 05.09.2015!

Nach einem Sektempfang vor dem Kaiserin-Augusta-Saal ging es anschließend  zur großen Hochzeitsfeier mit einer freien Trauung auf die Marksburg in Braubach.  Die freie Trauung war ganz toll und individuell durch unseren Hochzeitsredner und die Trauzeugen gestaltet. Es gab hier viel zum Schmunzeln, aber auch viele romantische Momente.

Die Kirche bietet zwar einen angemessen feierlichen Rahmen, doch gerade Paare, die aus der Kirche ausgetreten sind, die verschiedenen Religionen angehören oder die sich eine ganz freie und individuelle Trauung vorstellen, wünschen sich für ihren großen Moment eine noch persönlichere Alternative.

Die freie Trauung bietet Brautpaaren alles: Eine Zeremonie, die ganz auf die Wünsche und Vorstellungen des Paares abgestimmt ist, in feierlichem Rahmen oder ganz ungezwungen in der freien Natur, religiös oder weltlich. Wie bei der standesamtlichen oder kirchlichen Trauung ist der Höhepunkt auch bei einer freien Trauzeremonie, wenn sich das Brautpaar gegenseitig den Trauring ansteckt.

Nach diesen Highlights ging es ans Feiern und an die kulinarischen Genüsse. Nach dem Kaffeetrinken wurde die Fotostrecke der Hochzeitsbilder geknipst. Unsere Hochzeitsgäste bekamen derweil eine spezielle Burgführung.

Die Marksburg

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Marksburg, Braubach

ist eine aus dem 12. Jahrhundert stammende Höhenburg oberhalb der rheinland-pfälzischen Stadt Braubach am Rhein, von der sie ihren ursprünglichen Namen Burg Brubach bezog. Sie steht auf einem Schieferkegel in 160 Meter Höhe und ist die einzige nie zerstörte mittelalterliche Höhenburg am Mittelrhein. Der verputzte Bruchsteinbau entstand zum Schutz und zur Verwaltung Braubachs und diente anfänglich auch als Zollburg.

Die Burg ist ein geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz (DSchG) und in die Denkmalliste von Rheinland-Pfalz eingetragen. Des Weiteren ist sie ein geschütztes Kulturgut nach der Haager Konvention und mit dem blau-weißen Schutzzeichen gekennzeichnet. Außerdem ist sie seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Und dann ging nach einem grandiosen kalt-warmen Buffet (Orginalton der Brautmutter: „Haben wir DAS ALLES bestellt???“)  die Party erst richtig los. Es gab einige Spielchen, die wir mit Bravour meisterten und dann wurde getanzt, bis die Füße qualmten! Das Thema „qualmende Füße“ wurde durch den Servicemitarbeiter/innen der Marksburgschänke ganz exellent gelöst! Eisbeutel und ein Wasserbottich ließen meine Füße und die so manch weiblicher Gäste ganz schnell wieder entspannen und es konnte weitergetanzt werden. Ein besonderer Dank geht hier ganz speziell an das Team der „Marksburgschänke“ die uns und unsere Gäste zu jeder Zeit absolut freundlich und professionell bis tief in die Nacht bewirtet haben!

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Gegen halb 5 Uhr morgens wurden mein Mann und ich dann brav zu Hause abgeliefert, damit wir bis zur nahenden „Frühstücks-Nachfeier“ um 9 Uhr wieder frisch und munter sein konnten, was bei mir überhaupt kein Problem war, denn bis dahin hatte ich immer noch eine Überdosis „Glückshormone“ im Körper!

Jetzt sind wir 8 Wochen verheiratet und führen seitdem eine glückliche Ehe, was auch hoffentlch so bleiben wird. Eine Ehe mit vielen schönen Mochmenten und allem, was noch zu einer Ehe auf Basis von gegenseitigem Respekt gelebt wird! IMG_1341 als Smartobjekt-1

 

 

Heiraten und das kleine Chaos einen Tag davor!

Liebe Leser!

Sorry, das es etwas länger gedauert habe, nach einer Heirat ist doch noch das ein oder andere zu erledigen und daher jetzt erst der erwartete Bericht vom  (leicht) chaotischen Tag vor unserer Traumhochzeit!

Der eine oder andere Leser kennt sicher das, was Brautpaare einige Tage oder einen Tag vor der Hochzeit noch erleben müssen. So auch wir! :-D

Es begann damit, dass einer der Trauzeugen unsere Musikanlage drei Tage vor unserer Hochzeit abholte, mit dem Auftrag, diese sicher und zügig – am einfachsten direkt –  zu unserer Hochzeitslocation (eine romatische Burg im Mittelrheintal) zu befördern.  Mit dem Ergebnis, dass diese einen Tag vorher immer noch nicht dort eingetroffen war. Ich hatte schon damit gerechnet das unser lieber P. (besagter Trauzeuge) zwar schon am Mittwoch losgefahren war, aber scheinbar einen Umweg über Österreich, Ungarn, die Slowakei und Polen genommen haben musste, da er weder über Festnetz noch über Handy erreichbar war. Hmmm, meine Nerven spannten sich leicht an. Und ich geriet in einen Telefonamoklauf und rief ihn an und schrieb Whatsapp-Nachrichten was das Zeug hielt. Ohne Erfolg!Was in dieser Situation wahnsinnig hilfreich ist, Alkohl. Ich versuchte mich mit einem  bzw. mehreren Schnäpschen und dem guten Zureden meines zukünftigen Gatten zu beruhigen.

Der Haupt-Trauzeuge meines Gatten in spe rückte bei uns an und holte unsere Deko für die Hochzeitslocation ab. Hier ein besonderer Dank an unseren lieben J. der pünktlich zur Stelle war. Nettes Geplauder in lockerer Runde und ein paar Infos zur Ablieferung auf der Burg ließen mich zunehemd wieder entspannen. Den lustigen Dialog unserer netten Vermieterin, die sich an diesem Tag irgendwie als heimliche Guerilla-Kämpferin entpuppte und auf einmal nicht mehr wusste, dass wir am darauffolgenden Tag heiraten würden, erspare ich euch hier an dieser Stelle. Frau G. Sie sind trotz allem die netteste Vermieterin ever!

Unser Trauzeuge J. machte sich also auf den Weg und einige Momente später rief er an, er sei auf der Burg. Trauzeuge P. war bis dahin – von seiner jetzt vermutlichen Weltumrundung – immer noch nicht mit der Anlage auf der Burg eingetroffen. Mein Gatte in spe verzog beim Telefonat mit J. das Gesicht, was ich natürlich direkt als schlechtes Zeichen deutete. Auf meine Frage, was denn sei (den nächsten Schnaps hatte ich bereits intus), kam die Antwort, wir wären gar nicht für den 05.09.15 gebucht! Wir wären für den 06.09.15 eingetragen!  Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas???????? Wie bitte????? Mir wurde ganz anders! Die Trauung am 05.09.15 und viele Gäste von weit her angereist und überhaupt, wie soll man denn da noch feiern ohgoottttttttt! Ich hatte nicht mehr die Kraft in unseren Vertrag zu schauen, die Flasche Schnaps war einfach viel näher!!! Mein Mann, sitzt immer noch wie versteinert am Tisch und schlägt ganz theatralisch die Hände vor das Gesicht. Oha!

Und go! Mir kullerten die Tränen wie Sturzbäche und ich konnte nur noch die Flasche ansetzen.

Und danke! Die Szene hätten wir dann im Kasten!

Wie sich herausstellte, war alles nur ein Scherz von J. der einfach mal als Trauzeuge einen Streich spielen wollte. Wie ich am Hochzeitstag erfuhr, war P.  dann auch nicht auf Weltreise und hatte am Freitag die Stereoanlage abgeliefert, weil er noch mit anderen Hochzeitsüberraschungen beauftragt war.

Am Abend vor unserer Trauung haben wir dann mit einigen unserer Gäste, die von weiter angereist waren, schon ein wenig vorgefeiert. Was war es da für eine tolle Stimmung!

Ein Bericht über unsere wunderschöne und traumhafte Hochzeit folgt…..