Ich bin Dr. Bambi Gonzales, Chefredakteurin von "Bambi's getting sexy" jung, innovativ, verrückt, lustig, weiblich, wandlungsfähig, Ehefrau, Tochter, Freundin, Bloggerin, Katzenadoptivmutter, Weltenbummlerin und viele Leidenschaften mehr!

Fraktus – ein Traum wird wahr!

Habe ich euch eigentlich schon von meinem absoluten Highlight des Jahres erzählt!!!!! Wie konnte ich das nur vergessen! Mein Mann und ich hatten das Vergnügen unsere absolute Lieblingsband „FRAKTUS“ hautnah zu erleben. Und ja, es gibt sie wirklich!!!!

Zufälligerweise las ich im April bei Facebook von einem Projekt aus Hamburg „Eine Stadt sieht einen Film“. Jedes Jahr läuft in Hamburg an einem Tag ein Film zeitversetzt  in verschiedenen Kinos und anschließend hat man die Möglichkeit, die Regisseure und Darsteller zu treffen. Und dieses Jahr war die Dokumentary „Fraktus“ an der Reihe. Wir natürlich nicht lange überlegt und zack! Gebucht! Und am 30.April 2017 war es dann soweit! Wir fuhren nach Hamburg, einen Tag Sightseeing, St. Pauli Landungsbrücken, Shopping, Elphi besichtigen und einen Tag später war dann endlich der lang ersehnte Moment gekommen. Hach! Den Fraktus-Film habe ich bestimmt schon drölfenachtzigtrilliarden Mal gesehen und schau ihn immer wieder gerne. Wir hatten Karten für das Studio Kino auf St. Pauli und gebucht und nachmittags um 15 Uhr sahen wir dann zusammen mit vielen anderen „Frakts“ (neudeutsch für Fraktus-Fans) den genialen Film mit unseren Lieblingen. Damit ihr auch wisst wovon ich rede, bitteschön guckt mal hier:

Nach dem Film war es dann soweit, es gab ein „Meet and greet“ mit einigen Darstellern wie z. B. Rocko Schamoni alias „Dickie Schubert“ sowie Heinz Strunk alias „Thorsten Bage“  aus dem Film sowie dem Regisseur Lars Jessen. Man konnte Fragen stellen und bekam viele Hintergrundinfos zum Film geboten. Leider ging die Zeit viel zu schnell rum, denn die Crew musste in das nächste Kino, um für die nächsten Fans und Fragen zur Verfügung zu stehen.

Was dann passierte, davon hätte ich nicht zu träumen gewagt.

Als wir aus dem Kino kamen, da stand die Crew inkl. Rocko Schamoni und Heinz Strunk noch am Eingang, rauchten und unterhielten sich noch ein wenig mit den Fans. Ich war vor lauter Ehrfurcht vollkommen erstarrt, nur wenige Zentimeter stand ich vor meinem Idol Rocko Schamoni alias „Dickie Schubert“ entfernt und war für Momente der Glückseeligkeit erstmal nicht in der Lage ihn anzusprechen. Aber mein Mann ist in der Beziehung der Stratege, der immer einen kühlen Kopf bewahrt. Wozu ich erstmal nicht in der Lage war, dass nahm mein geliebter Mann dann in die Hand. Er sprach Rocko an und bat um ein Autogramm für mich! Rocko kam auf mich zu und fragte mich nach meinem Namen und zack! Ich konnte sogar wieder sprechen! Es dauerte nicht lange und ich hielt ein Autogramm in meinen Händen!!!!

 

 

 

 

 

 

 

Leute, das war ein Moment, an den ich mich immer wieder gern erinnern werde. Wie ich ja bereits in einem vorigen Artikel berichtet habe, waren wir voriges Jahr in Düsseldorf auf unserem ersten Fraktus-Konzert. Und es war so ein genialer Abend. Aber das hier, das ist einfach ein hammergenialtoller Moment gewesen! Als Rocko mir das Autogramm reichte, da hatte ich auf einmal auch wieder Stimme. Und gemeinsam plauderten wir mit ihm über diesen genialen Film und baten natürlich um eine Fortsetzung, die sicherlich in ein paar Jahren auch folgen wird.

Passenderweise fiel der „Fraktus-Tag“ auf den 30.04.17 und wir hatten aufgrund der Ticketbuchung noch Karten für die „After-Fraktus-Party“ im „Knust“  dazu geordert. Auf einer bekannten Socialmedia-Seite fand ich den Hinweis, dass auf dieser Party Special-Guests mit dabei sein würden. Ich nahm meinen ganzen Mut zusammen und fragte Rocko, ob damit möglicherweise Fraktus daselbst gemeint sein könnten, was er bejahte. Leute, mein Puls war da auf mindesten 280! „Also, dann sehen wir uns ja sicher heute abend! Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Spaß und ich sage euch nur eins, wir sind nicht der einzige Special-Act auf der Party. Bis heute Abend!!“ Sprach der Herr Schamoni und verschwand mit Herrn Strunk – der sich übrigens die ganze Zeit mit zwei unglaublich gutaussehenden Blondinen anregend unterhielt.

Als wir uns dann wieder in Richtung St. Pauli aufmachten um ein gepflegtes Astra zu schlürfen, ihr Lieben, ich kann euch gar nicht sagen, mit was für einem breiten und glücklichen Grinsen ich auf den Straßen Hamburgs leichtfüssig, beinahe wie eine Elfe, daher schwebte! Ich war der glücklichste Mensch auf Erden und mein Mann der absolute Superman und Held für mich, der mir unter Einsatz seines Lebens ein Autogramm und Zugang zu meinem Idol ermöglichte.

Die Zeit bis zur „After-Fraktus-Party“ verging nur so im Flug. Als Vorband trakten „Meute“ auf, eine Techno Marching Band  aus Hamburg auf, die das Knust zum Kochen brachten und  sich dann einen tollen Schlagabtauch mit Fraktus lieferten, als die auf die Bühne traten. Absolut genial.  Und dann gab es kein Halten mehr. Die Jungs legten höchstpersönlich auf, die Technik streikte zwar etwas wie Rocko bemerkte, aber das schien im Saal keinen zu interessieren. Fraktus heizten der Menge bis ca. 1.30 Uhr ein und dann betrat der angekündigte weitere Überraschungsgast die Bühne: Jan Delay! Was Fraktus schon an toller Vorabeit geleistet hatten, dass führte Jan DJ-technisch auf jeden Fall weiter und legte auf, als wenn es kein Morgen gäbe!!

Wir feierten bis in den frühen Morgen, bis uns die Füße wehtaten.

Alles in allem war das der schönste „Tanz in den Mai“, den ich bisher erlebt habe. Mit meinem Mann, mit Fraktus und vielen tollen Eindrücken. Hamburg ist immer eine Reise wert!

TV-Tipp: Die Wolke

Liebe Leser!

Heute möchte ich euch einen Film empfehlen: „Die Wolke“.

Er läuft heute 23.07.2017 auf RTL 2 und startet um 20.15 Uhr.  Die Wolke ist ein deutscher Katastrophenfilm von Regisseur Georg Schnitzler und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Pausewang.

Durch einen Störfall im fiktiven AKW Markt Ebersberg in der Nähe von Schweinfurt kommt es zum Super-GAU und der gesamte Umkreis wird vom Katastrophenschutz weiträumig evakuiert. Im betroffenen Gebiet liegt auch die Schule von Hannah. Sie soll an diesem Tag auf ihren jüngeren Bruder aufpassen, da die Mutter sich geschäftlich in Schweinfurt befindet; genau dort, wo sich die Katastrophe ereignet hat. Alle, die in unmittelbarer Nähe des Kernkraftwerks leben, sind sofort verstrahlt. Die etwas weiter entfernt lebenden Menschen versuchen zu fliehen…

Und genau da beginnt auch schon die Spannung des Films, die sich während der gesamten Dauer hält. Also, wer nicht weiss, was er heute abend schauen will oder sich einfach mal mit dem Thema Kernkraftwerk und möglichen Folgen befassen möchte, diesen Film kann ich voll und ganz empfehlen!

 

Zurück aus Scheveningen!

Hallo liebe Leute!

Leute, ich kann euch sagen Kurztrips sind was feines! Mein Schatz und ich konnten uns spontan eine Woche auf der Arbeit freinehmen und geniessen nun ein paar Tage zu zweit. Da kam uns die Idee ein paar Tage Urlaub am Meer zu verbringen. Wenn man so wie wir auch noch ins Ausland möchte und keine zu lange Anreise haben will, gehts von uns aus prima in Süd-Holland. Das Ziel war schnell ausgewählt: Scheveningen!

Scheveningen ist ein Stadtteil Den Haags, sechs Kilometer vom Zentrum entfernt. Von einem kleinen Fischerdorf hat es sich zum größten Seebad der Niederlande entwickelt.

Scheveningen besitzt einen Fischerei-Hafen und eine lange Strandpromenade mit Geschäften, Restaurants, Sonnenterrassen und einem Aquarium. Hauptattraktionen sind die Miniaturstadt Madurodam, sowie eine 381 m lange Seebrücke mit Aussichtsturm. Das Museum Beelden aan Zee zeigt moderne Skulpturen, auch auf einer Freifläche entlang des Boulevards. Das Kurhaus am Strand wurde 1884–85 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Das Holland Casino betreibt hier eine Filiale. Ein beliebter Radweg führt vom nördlichen Ende Scheveningens nach Katwijk (etwa zwölf Kilometer). Von hier aus kann man auch weiter an der Küste nach Noordwijk und Zandvoort fahren.

Unmittelbar an die nordöstliche Stadtteilgrenze schließen sich die Dünengebiete Oostduinpark und Meijendel an; im Südwesten liegt in Richtung Kijkduin mit dem Westduinpark ein weiteres Dünengebiet mit vorgelagertem Sandstrand.

Scheveningen ist vom Zentrum Den Haags über mehrere Straßenbahnlinien erreichbar.

Als Tagestouristen waren wir schon einige Male dort und hatten es uns nun als Ziel gesetzt, einen Drei-Tages-Trip zu planen. Das ging nach einigem Suchen im Internet besser als gedacht. Gerade dann, wenn die Sommerferien bei uns gerade begonnen haben und wir der Meinung waren, dass wir so kurzfristig gar nichts schönes mehr bekommen. Doch wir hatten Glück! Mit ein bisschen Geduld haben wir ein uns ein  Doppelzimmer in einem IBIS-Hotel reservieren können. Schnell war unsere Reisetasche gepackt und am Montag früh ging es dann ab nach Holland. Nach ca. 3 Stunden waren wir schon da, wurden an der Rezeption sehr freundlich begrüßt und konnten dann direkt an den Strand. Und das bei traumhaften Sonnenschein!

An der Promenade von Scheveningen befinden sich direkt am Strand viele kleine wunderschöne Strandbars, die jedes Jahr im Frühjahr aufgebaut werden und bis zum Ende des Sommers geöffnet haben. Danach werden die Strandbars wieder abgebaut, damit sie nicht den rauhen Jahreszeiten Herbst und Winter ausgesetzt sind. Hier sitzen wir gerne nach einem Strandtag und einem guten Abendessen und lassen bei leckeren Cocktails den Tag ausklingen. Auf dem Boulevard auf der Prommenade gibt es unzählige tolle Restaurants (holländisch, brasilianisch, amerikanisch, thailändisch, indonesisch, etc.) , in denen man leckeren Fisch  und viele andere Köstlichkeiten geniessen kann. Durch Zufall haben wir am zweiten Tag die Keizerstraat entdeckt. Die Keizerstraat ist die älteste und geschichtsträchtigste Einkaufsstraße Scheveningens. Die ehemaligen Fischerwohnungen rings um diese gemütliche Straße sorgen für große Geselligkeit. Beim  Bummel durch diese Straße wurden wir auf ein kleines italienisches Lokal aufmerksam. Das „Isola Sardegna“. Im Vorbeigehen wünschte uns der nette italienische Herr vor dem Lokal einen schönen Tag und in uns reifte der Gedanke abends mal keinen Fisch zu essen. Wir wurden nicht enttäuscht. Unser Appetit war groß und wurde zur vollsten Zufriedenheit gestillt. Der nette Herr, der uns morgens grüßte, entpuppte sich als Chef des Hauses und lies es sich nicht nehmen uns die bestellten Pizzen selbst zu servieren.

Übringens: Der Pier am Strand von Scheveningen ist in jedem Fall ein Besuch wert. In Höhe des Kurhauses von Scheveningen erstreckt sich der Pier in die Nordsee. In einer Höhe von ca. 60 m kann man 300 m „hinaus aufs Meer“ flanieren. Im unteren Teil befinden sich kleine Shops, in denen man Souvenirs und Klamotten kaufen oder auch leckere Snacks an verschiendenen Stationen zu sich nehmen kann. Auf dem oberen Teil schlendert man an der frischen Luft oder kann es sich auf den vielen Sitzmöglichkeiten auch mal gemütlich machen. Am Pier gibts auch einen Turm, an dem man einen Bungee-Sprung wagen kann. Wer luxuriös übernachten möchte, der ist in den Pier Suites bestens aufgehoben! Die Suites liegen nicht nur am Meer sondern direkt auf dem Meer, unterhalb des Bungee-Turmes. Die fünf Hotelzimmer liegen mit direktem Blick auf die See, vor neugierigen Blicken der Touristen braucht man keine Angst zu haben, denn alle Zimmer (mit Balkon) liegen so weit oben, dass man somit seine Ruhe hat und alles geniessen kann.

Und gestern ging es dann nach erholsamen drei Tagen wieder zurück in die Heimat!

 

Selber kochen vs. Fastfood

Liebe Leute!

Da bin ich wieder! Nach einigen Tagen der Unpässlichkeit

(der Magen wollte nicht so wie ich) fühle ich mich wieder fit, über ein schönes Thema zu berichten: Essen!

Habe ich eigentlich schon erwähnt, dass mein Mann und ich gerne  zusammen kochen, wenn es unsere Zeit erlaubt? Und die erlaubt es oft.

Leute ich kann euch sagen, selberkochen macht Freude. Und spart Geld.

Der Vorteil beim Zubereiten von leckeren Mahlzeiten liegt auf der Hand: Man kann sich die Zutaten selber aussuchen, kann auf regionale Produkte zurückgreifen und hat es somit selbst in der Hand, dass man gesund leben kann – wenn man denn möchte. Ein toller Nebeneffekt ist dabei, dass man auf Vorrat kochen kann, will sagen: Zubereiten,  einfrieren und später nochmal geniessen ist was wunderbares. Es fällt mir immer wieder auf, dass viele Leutchen in meinem Alter, aber auch jüngere nicht mehr in der Lage sind, sich etwas leckeres zuzubereiten bzw. viele Produkte im Bereich Gemüse, Fleisch, Obst gar nicht mehr kennen.

Oft entdecke ich im TV beim Durchzappen Doku’s, in denen die Hausfrauen/Müttern ihren Lieben einfach ne Tiefkühlpizza in den Ofen schieben oder ne Lage Pommes in den Backofen schmeissen oder nicht zu vergessen und bisweilen legendär die Erdbeerkäse-Frau: „In Wurst sind viele Vitamine und für meine Kinder darf es auch schon mal aus der Dose sein“.

Zurück zu unseren Genussgewohnheiten. Wir kochen gut und gerne und mittlerweile probieren wir auch mal Rezepte unserer Mütter aus, die wir noch von früher kennen. Was zum Beispiel ganz lecker schmeckt ist Spitzkohl. Spitzkohl oder Spitzkraut ist eine mit dem Weißkohl  verwandte Sorte des Gemüsekohls mit zarten, gelblich- bis bläulichgrünen, großen Blättern und kegeligem Wuchs. Sein Geschmack ist dezenter und feiner als der von Weißkohl. Als früheste Kohlsorte ist er bereits im Frühjahr im Handel; später geerntet wird er auch Sommerkohl genannt.

Spitzkohl ist nicht teuer (ca. 2,– €) und man bekommt ihn eigentlich überall. Wobei, der Spitzkohl frisch vom Markt eigentlich noch der beste ist und nicht noch unnötig in Folie verpackt daherkommt. Wenn ihr noch Gehacktes und Kartoffeln besorgt, dann könnt ihr euch was leckeres, herzhaftes zaubern.

Mein Rezeptvorschlag:

1 Spitzkohl

1kg Kartoffeln

500 gr. Hackfleisch

2 Zwiebeln

500 ml Gemüsebühe

Öl, Salz, Pfeffer, Maggi, Kümmelpulver

 

Spitzkohl halbieren, Strunk keilförmig herausschneiden, Kohlhälften zerkleinern und in Streifen schneiden. Kartoffeln schälen und in mittelgroße Würfel schneiden. Die Zwiebeln enthäuten, halbieren und ebenfalls in Streifen schneiden.

Hackfleisch kräftig mit Salz, Pfeffer, Maggi und nach Gefühl mit Gemüsebrühe-Pulver würzen und gut verkneten.

In einen großen Topf Öl hineingeben, sodass der Boden dünn bedeckt ist. Öl erhitzen und die Hälfte der Kohlstreifen darin unter Rühren scharf andünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Topf vom Herd nehmen.

Auf den angebratenen Kohl alle Zutaten in folgender Reihenfolge lagenweise einschichten: Zwiebeln – Hackfleisch – Kartoffeln – Kohl – Zwiebeln – Kartoffeln – Kohl. Oberste Lage mit Salz und Pfeffer würzen. 500 ml Gemüsebrühe dazugießen. Nicht umrühren!

Jetzt den Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 30-45 Minuten gardünsten, bis der Kohl weich ist. Wenn die Garzeit beendet ist, wird alles gut umgerührt und mit Salz, Pfeffer, Maggi und Kümmelpulver abgeschmeckt.

Bon appetit!

 

 

Da bin ich wieder…. hallo Welt….

Liebe Leserinnen und Leser!

Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen. Aber da bin ich nun wieder. Das hatte drei Gründe: Unser Umzug, mein altes, lahmes Laptop.

Und meine Mama.

Sie ist am 29. Oktober 2016 gestorben. Sie war schwer herzkrank, hatte vor 11 Jahren einen Herzinfarkt, bekam drei Bypässe eingesetzt. Viele Jahre konnte sie gut damit weiterleben. Vor zwei Jahren verschlechterte sich ihr Zustand. Die Krankenhausaufenthalte nahmen zu. Das Jahr bevor meine Mama starb war für mich mit viel Angst verbunden. Durch unseren Umzug und meinen geliebten Mann hatte ich zwar jede Menge Ablenkung, doch jedesmal, wenn wir einen Anruf von meinem Papa bekamen, dann blieb auch mein Herz für einen Moment still stehen. Soviel Angst hatte ich vor dem Tag der Tage, der irgendwann mal kommen musste. Mamas Herz wurde immer schwächer. Sie war oft müde und es machte ihr enorme Schwierigkeiten Treppen zu steigen, weil sie nicht mehr die Kraft und die Luft hatte. Umso schöner, dass sie im Juli 2016  unser neues Zuhause erleben durfte. Spontan hatte sie den Wunsch verspürt, uns im neuen Heim zu besuchen. Und so packte mein Papa sie ins Cabrio und die beiden besuchten uns. Zwar befanden wir uns noch in den Renovierungsarbeiten, aber ich glaube, sie war begeistert und beruhigt, dass wir es so schön angetroffen haben.

Und dann kam im August unser Umzug in das gemeinsame Domizil. Leider hat sie nicht mehr mitbekommen, wie schön und gemütlich wir das neue Zuhause gestaltet haben. Mitte Oktober war bei ihr ein kleiner Eingriff geplant, der ihr krankes Herz und den Organismus entlasten sollte, Mama bekam den sogenannten „Watchman“ eingesetzt, ein keines Schirmchen, der den linken Bereich des Vorhofohrs verschließt und somit verhindert, dass ein Schlaganfall entsteht. Wer Angehörige hat, die einen Herzinfarkt überlebt haben, die wissen wieviele Medikamente Herzpatienten einnehmen müssen bzw. welche Nebenwirkungen (z. B. Schlaganfall, etc.) entstehen könnten.  Also wurde der Eingriff am 26.Oktober 2016 durchgeführt und es ging ihr nach dem Eingriff ganz gut. Leider war ich in dieser Woche krank und durfte sie zu diesem Zeitpunkt nicht besuchen. An diesem Tag hatte ich schon eine enorme Angst und war so froh, als ich dann wenigstens endlich wieder mit ihr telefonieren konnte.

Sie erzählte mir am Telefon, dass der Eingriff schwierig war und sie es auch so verspürt hat, aber ich war doch zu froh, dass sie wieder auf dem Weg der Besserung war.

Dann kam der bisher schlimmste Tag in meinem Leben! Mein Mann und ich kamen vom Einkaufen zurück und ich verspürte das Gefühl mit meiner Mama zu telefonieren um ihr zu sagen, das ich sie vermisse und das wir sie am darauffolgenden Sonntag besuchen wollten, da ich wieder fit war. Ich rief sie im Krankenhaus an, sie nahm das Gespräch entgegen, kam mir aber unglaublich schläfrig vor. Anfangs konnte ich sie noch verstehen, sie sagte mir, dass ihr den ganzen Tag schon übel wäre, sie aber am Tropf angeschlossen wäre. Ich solle doch bitte mal meinen Papa anrufen, er würde mir dann alles erklären. Ich beruhigte sie und sagte ihr noch, dass sie sich ausruhen sollte und das wir sie morgen besuchen wollten. Den Rest den sie mir sagte, konnte ich gar nicht mehr verstehen, so verwaschen war ihre Sprache. Ich war so dermaßen beunruhigt, wie ich es die Tage vorher schon war und rief sofort meinen Vater an. Ich konnte ihn gerade noch erreichen, er wollte sich schon auf den Weg ins Krankenhaus machen. Er bestätigte mir Mamas Worte. Er wollte direkt wieder hin, da auch er sehr besorgt war.

Auch wenn ich es schon Tage vorher geahnt hatte, dass diese Woche kein gutes Ende nehmen sollte, nie hätte ich geahnt, dass der Besuch im Krankenhaus doch schon schneller erfolgen sollte.  Eine Stunde später kam der Anruf, vor dem ich mich immer so gefürchtet hatte. Wir waren gerade noch mit der üblichen Hausarbeit beschäftigt, als mein Handy klingelte. Mein Papa. Für den Bruchteil einer Sekunde habe ich das Handy nur angeschaut und habe sofort gespürt, was danach kommen sollte.  Ich erinnere mich genau an seine Worte: „Ihr müsst bitte sofort kommen. Die Mama ist gerade eingeschlafen…“ Da blieb für mich die Welt stehen. Ich wäre am liebsten in diesem Moment zusammengebrochen und musste doch für meinen Papa und für meine Mama stark bleiben.

Ich glaube, in diesem Moment ist auch ein kleiner Teil von mir gestorben.  Mir gingen soviele Bilder und Situationen durch den Kopf, die ich mit meiner Mama erlebt habe, positive wie negative. Ein Leben, welches mir meine Mutter und mein Vater geschenkt haben und dass ich 45 wunderbare Jahre mit meiner Mama und hoffentlich noch viele lange Jahre mit meinem Mann und natürlich auch mit meinem Papa erleben darf.

Wir sind direkt ins Krankenhaus gefahren und haben noch lange Zeit mit ihr verbracht, sie gestreichelt,  bis dann der Abschied für immer kam und wir sie allein lassen mussten. Bis zur Beisetzung war noch viel zu regeln und wir waren abgelenkt. Nach der Beisetzung habe ich noch gedacht, ich schaffe das, doch die Trauer nahm immer mehr Raum in meinem Leben ein. Mein Mann war so liebevoll und riet mir zum Arzt zu gehen, was dann auch der richtige Weg für mich war.

Sie ist.

Mittlerweile ist mehr als ein halbes Jahr vergangen únd ich denke jeden Tag an meine Mama. Voller Liebe und Dankbarkeit. Ich denke an die tollen und lustigen Momente und auch an die Momente, die mich nachdenklich machten. Meine Mama ist für mich mehr als nur eine Mama, sie ist für mich meine beste Freundin und Seelenverwandte. Ich weiss nicht, ob es ein Jenseits gibt, in der die Seelen der Toten weiter existieren. Ich wünsche es mir aber sehr! Manchmal da spüre ich noch immer eine ganz tiefe seelische Verbindung zu ihr, so wie wir beide sie immer schon hatten, als sie noch lebte. Plötzlich ist sie mir wieder ganz nah, ich kann es mir nicht erklären, aber es ist ein wunderbares Gefühl. So als wollte sie mir weiter Halt und Liebe geben.

So passierte es an dem Montag nach ihrem Tod, dass wir noch einige Dinge zur bevorstehenden Betstattung regeln mussten. Als wir auf dem Weg nach Hause waren, da kam uns der Wagen des Bestatters entgegen. In dem Moment war mir klar, dass in dem Auto meine Mutter liegt. Da ich den Bestatter am gleichen Tage noch anrufen musste, fragte ich ihn, ob er zur besagten Zeit auf dieser Straße unterwegs war. Seine Antwort: „Ja, da kam ich gerade vom Krankenhaus und habe ihre Mutter abgeholt“. Das war ein Moment, den ich nie vergessen werde. So traurig ich auch war, dieses tiefe Gefühl gibt mir heute Kraft. Ich weiss seitdem, dass das Leben und der Tod nur ein Zustand ist. Meine Mutter ist zwar nicht mehr hier, für mich ist sie einfach nur nebenan. An einem Ort, der hoffentlich wunderbar und ohne Sorgen und Leid ist, wo die Seele einfach nur glücklich sein kann  und wo wir uns irgendwann mal „wiederspüren“.

 

 

 

Umzug – ein neuer Lebensabschnitt!

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ich habe lange nichts mehr geschrieben, das bitte ich zu entschuldigen. Der Grund: Wir sind umgezogen! Juchuuuu! Wie bei unserer Hochzeit gab es auch bei unserem Umzug wahnsinnig viel zu planen und zu organisieren.

Wie es der Zufall so wollte, fanden wir unsere Traumwohnung durch meine Freundin und Trauzeugin Petra im März dieses Jahres. Petra rief mich an und teilte mir mit, das gemeinsame Bekannte aus ihrer Wohnung ausziehen würden und ob wir uns die Wohnung nicht mal anschauen wollten. Wir waren erst am Anfang unserer Wohnungssuche, aber nun gut! Da ich in NRW arbeite und mein Mann in Rheinland-Pfalz, hatten wir schon gewisse Vorstellungen, wo unsere neue Heimat liegen sollte. Unsere Vorgaben waren: ab 100 m2, gute Autobahnanbindung, eventuell in Köln oder im Kölner Einzugsgebiet und eine nette Nachbarschaft dürfte es auch sein. Ich fragte sie, ob sie Fotos von der Wohnung schicken könne und siehe da, wir waren sehr geflasht vom Objekt: 100 m2, ringsrum traumhafter Ausblick, Kamin,  gute Autobahnanbindung und gut für uns beide zur Arbeit zu kommen, im Kölner Einzugsbereich gelegen, ruhig und total ländlich und sehr sehr nette Nachbarn, darunter auch die Freundin Petra!

Im Juli war es dann soweit, wir konnten in die Wohnung und es ging ans Renovieren. Neues Parkett wurde gelegt, alle Wohnräume gestrichen und tapeziert. Und dann kamen unsere Umzüge! Was war das aufregend! Ich bin bisher nur einmal umzogen und zwar von meinem Elternhaus in die erste eigene Wohnung. Möchte man kein Umzugsunternehmen engagieren bzw. Geld sparen, dann ist es durchaus möglich, in Eigenregie umzuziehen. Wir haben uns also Transporter ausgeliehen und unsere besten Freunde zusammengetrommelt und dann konnte es losgehen! Ein Umzug ist durchaus mit Sport zu vergleichen, gerade dann wenn man wie ich in einer Maisonettewohnung im dritten Stock ohne Aufzug wohnt. Am Anfang war es noch etwas chaotisch, da wir die Wohnzimmermöbel noch nicht stellen konnten, das neue Parkett durfte einige Tage nicht belastet werden.

Umso glücklicher sind wir jetzt! Mit jedem Tag wurde unser neues Heim gemütlicher! Wir hatten sehr schöne Ideen, wie wir aus unseren Möbeln unsere neue Wohnung gestalten wollten. Ein kleiner Tipp für alle, die umziehen oder ihre Wohnung neu gestalten möchten: Macht Fotos von den Räumen und erstellt euch über „Powerpoint“ ein Gestaltungskonzept.

Unsere neue Heimat haben wir auch schon erkundet und finden uns gut zurecht. Wenn wir etwas mehr Action haben wollen, sind wir superschnell in der Großstadt Köln und freuen uns, wenn wir wieder zu Hause, fern des Verkehrschaos Großstadt sind!

Im nächsten Artikel verrate ich euch ein bisschen aus unserem „Gestaltungskonzept“…

FRAKTUS – oder wer hat den Techno erfunden?

Liebe Leute!

Ich habe bereits kurz erwähnt, dass wir in wenigen Wochen in unsere erste gemeinsame Wohnung umziehen werden. Wir freuen uns sehr darauf, aber es erfordert auch ein hohes Maß an logistischem Aufwand zwei Wohnungen in zwei Bundesländern zu einer gemeinsamen Wohnung zu organisieren. Doch dazu später!

Im Umzugsstress lassen wir es uns natürlich nicht nehmen, kulturell wertvolle Veranstaltungen zu besuchen. Und so geschah, es, dass wir endlich ! am 14.05.2016 ein Konzert meiner Lieblingsband „FRAKTUS“ besuchten.

Es begab sich vor ca. einem Jahr, als mein Mann mich fragte: „Sag mal, kennst du eigentlich noch diese geniale Band aus den 80ern, FRAKTUS??? Natürlich war mir als Musikbegeisterte diese Band sehr bekannt und ich bin bis heute einer ihrer größten Verehrerinnen.

Die Band gründete sich in den 80er Jahren, damals noch unter dem ursprünglichen Namen „FREAKAZZÈ“ und wurde nach einer Umbesetzung zu „FRAKTUS“ und die als Folge ihrer genialen experimentellen Musik als Pioniere des Techno gelten. Die Band besteht aus den Mitgliedern Dickie „Starshine“ Schubert, Bernd Wand und Torsten Bage.

Lange Jahre ist es still um diese geile Band gewesen, leider muss man sagen, denn nach dem legendären letzten Konzert 1983 in der Turbine in Hamburg trennten sich FRAKTUS. Damals wäre ich gerne dabeigewesen, doch ich war noch zu jung, zu unschuldig, Hamburg zu weit weg und meine Eltern erlaubten mir das somit einfach nicht. Aber mit 16 kam ich meinem Traum, auf den Spuren von FRAKTUS zu wandeln, ein Stückchen näher. Ich war auf Klassenfahrt in Hamburg und so bekam ich die Gelegenheit mich mit meiner damaligen Busenfreundin Ulrike Ziegenbein von der Klasse abzuseilen. Sie war damals auch schon Fan und wir wollten unbedingt mal schauen, wo die Turbine Hamburg ist, in der unsere damaligen Idole aufgetreten sind. Umso erstaunter waren wir, dass es die Turbine, so wie sie damals existierte, nicht mehr gab. An der Stelle, wo die Turbine stand, war mittlerweile ein hässliches Parkhaus errichtet worden und wir wussten nicht warum. Ich kann mich noch erinnern, dass ein netter Hamburger Opi unsere Traurigkeit bemerkte und uns aufklärte. Er wusste das dort damals bei dem letzten FRAKTUS-Konzert durch irgendeinen Umstand die Halle abbrannte. Danach wurde relativ schnell das heutige Parkhaus errichtet und unser Traum auf den Spuren von FRAKTUS zu wandeln war schnell wieder verblasst, von dem Tadel unserer Klassenlehrerin Fräulein Rindsfuß sich einfach von der Klasse abzusetzen, mal abgesehen. Aber das war uns der Spaß allemal wert.

Umso schöner, dass mir mein Mann den Film über Fraktus zeigen konnte den ich bis dato nicht kannte, bei dem ich wieder Blut leckte und der „FRAKT“ (Insiderbegriff für FRAKTUS-FAN) in mir wieder zum Leben erweckt wurde.  Der Film über Fraktus erzählt die Geschichte von der Gründung über die Trennung der Band bis zum legendären  letzten Konzert in der Turbine Hamburg 1983 und den neuen Erfolgen der Band, Jahre später. Für den echten „FRAKT“ ein absolutes Muss! :-)

Nach dem Film waren wir wieder so angefixt, dass mein Mann seine Platten durchstöberte und ein echtes Schätzchen entdeckte. Die Platte „Tut Ench Amour“. Ich habe mir damals die Füße nach dieser Platte wundgelaufen, doch ich konnte sie nicht bekommen. Sie war immer wieder vergriffen. „Tut Ench Amour“ gilt als absoluter Meilenstein in der Geschichte von FRAKTUS. Schnell die Diskokugel im Wohnzimmer angeworfen, ein paar Leute eingeladen und ab ging die spontane FRAKTUS-Fete.

Durch unseren bevorstehenden Umzug habe ich vor ein paar Wochen meine Lieblingsplatte von FRAKTUS wiedergefunden, „AUTOMATE“. Ich hatte schon gedacht, ich hätte sie damals mal ausgeliehen und nie wieder zurückbekommen (was nur logisch wäre) und beim Hören wurde mir klar, das es keine andere Lösung geben konnte, als das wir endlich mal auf ein Konzert gehen müssen, denn mittlerweile haben die Bandmitglieder sich wieder zusammengerauft und geben Konzerte. Also gings endlich ab nach Düsseldorf auf unser erstes (aber nicht letztes) FRAKTUS-Konzert „Welcome to the Internet“:

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Torsten, Bernd und Dickie sind wieder da! Was für ein geniales Konzert. Schon allein der erste Auftritt der Jungs lies die Spannung bei mir, meinem Mann  und den anderen FRAKTS bis ins Unermessliche steigen. Der Countdown der von 10 bis null runtergezählt wurde, wollte gar nicht enden.

Und dann begann ein Feuerwerk musikalischer Künste der Extraklasse:

Die Jungs spielten sich so in Extase, dass man sich gleich wieder in die 80er Jahre zurückversetzt fühlte! Es wurde viel aktuelles von der neuen Platte gespielt, aber auch alte Songs wie „ASL-Affe sucht Liebe“, „Jag den Fuchs“, „ADAM“ usw. wurden gespielt. Das Publikum ging von der ersten Minute bis zur letzten mit. Zwei Stunden anrühende Songs mit absolut tiefgreifenden Texten, dem weltberühmten Thereminspiel Dickie Schuberts, dem unvergleichlichen Querflötenspiel Torsten Bages  und den mitreissenden Tanzeinlagen des selbsternannten „Fashion-Victim“, wie sich Bernd Wand gerne bezeichnet, machten den Abend zu einem absolut unvergessenen Erlebnis.

 

Spargelzeit! Dirty Spargel in da video!

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Wie wir alle wissen, ist im Moment Spargelzeit. Dirty Spargelzeit. Wie ihr ja bereits wisst, kochen mein Mann und ich gerne zusammen. Diesmal haben wir für euch etwas Besonderes vorbereitet. Dirty Spargel mit precious Schnitzel und blutjungen Kartoffeln. Wir zeigen euch Schritt für Schritt, wie man diese Sauerei professionell zubereitet. Und schon geht’s los!

Öfter mal was neues und wie ich mich optisch verwandeln kann – Teil 2

Liebe Leserinnen und Leser!

Vor einiger Zeit hatte ich berichtet, dass ich mehr und mehr Spaß an Typ-Veränderung durch Make-up habe.  Eine Stylistin meines Vertrauens gab mir vor einiger Zeit wertvolle Tipps, wie ich mit kleinen Schritten eine natürliche Hervorhebung meiner Vorzüge erzielen kann.

WP_20150727_14_25_17_Pro[1]In der Zeit vor, während und nach unserer Hochzeit trug ich lange Haare. Liebe Leserinnen und Leser, ich kann aber auch anders und bin, was Frisurenstyles angeht, immer schon sehr  probierfreudig.  Nachdem die Haarverlängerung immer mehr rausgewachsen war und die langen Haare wieder ab mussten, ging ich zu meiner „natürlichen Länge“ zurück: 12096459_10205291770962858_1095883239675807361_n

 

 

 

 

Lomogram_2016-01-26_05-25-31-Vor einigen Monaten war es aber wieder mal an der Zeit, dass die Haare wieder zu einem modischen Kurzhaarschnitt umgestylt werden sollten.  Das Ergebnis sollte einer „Cyberaktivistin“ namens „Lisbeth Salander“  gleichen, was meiner Meinung nach sehr gut gelungen ist:

Das fehlende Piercing über der Augenbraue kommt übrigens noch!

 

 

Hippies, Flower Power und die 70er

Ich bin ein Kind der 70er Jahre und denke oft und gerne an die „guten alten Zeiten“ meiner Kindheit und Jugend zurück.

Stichworte, mit denen ich die 70er Jahre in Verbindung bringe sind: Friedensbewegung, Hippies, Anti-Atomkraft-Bewegung, Bhagwan, Punk, ABBA, David Bowie, Räucherstäbchen, MAD-Magazin, Sesamstraße, Rappelkiste, Citroen-Ente, VW-Käfer, etc.

Ich kann mich noch gut an meine wunderschöne Kindheit erinnern. Zum Beispiel an meinen ersten Tag im Kindergarten und daran, dass ich das erste Mal für ein paar Stunden von zu Hause weg war. Das gefiel mir im ersten Moment so gar nicht, dass meine Mutter mich auf einem Schaukelpferd sitzend und mit einem Schokokeks in der Hand und heulend schweren Herzens zurückließ. Ich hatte mich jedoch schnell an den neuen Umstand und die netten Kinder gewöhnt.

Ich erinnere mich ebenso an unsere Citroen-Ente und den VW-Käfer, die meine Eltern in den 70er Jahren gefahren haben, die uns treue Begleiter waren und mit denen man ganz prima in den Urlaub fahren konnte, z. b. ins Tessin oder ins Allgäu nach Oberstdorf. Hier hatten wir mit dem VW-Käfer ein ganz besonderes Erlebnis:

Wir fuhren zu 5 Personen (meine Eltern, meine Großeltern und ich) nach Oberstdorf. Kurz bevor wir im Allgäu ankamen, stundenlange Fahrt über ca. 650 km – es regnete auf der gesamten Fahrt. Irgendwann bemerkten meine Großeltern eine Pfütze im hinteren Bereich. Stunden später fragte meine  Oma Tuta meinen Vater dann dochmal: „Du lieber Schwiegersohn, ist es normal, das wir hier hinten mit den Füßen im Wasser sitzen?“  Irgendetwas am Unterboden war defekt, was mein Dad bis dato nicht bemerkt hatte, doch der Defekt war am Urlaubsort dann schnell behoben und wir schmunzeln noch heute gerne über diese Geschichte.

Ich bin der Meinung, dass in den 70ern überall die Farben viel kräftiger waren, als man es z. B. heute in den Innenstädten sehen kann. Vieles in meiner hier nicht näher erwähnenswerten Heimatstadt war anschaulicher gestaltet. Es gab in der Innenstadt (heute sagt man ja „City) schöne Plätze, die zum Verweilen einluden, überall viele schön gestaltete Blumeninseln.

Die Mode hatte ebenso etwas besonderes. Besonders extrem fand ich da übrigens die „Schlaghose“. Männer und Frauen tragen Plateuschuhe. Bart und Koteletten zieren die Gesichter der Männer. Die Haare auf beiden Seiten der Geschlechter werden immer länger, dafür die Röcke der Damen immer kürzer und der „Minirock“ sorgt gleichzeitig für Aufsehen und Entrüstung. Modisch gesehen zeichneten sich die 70er durch ausgefallene Schnitte bunte Farben und auffällige Accessoires aus. Die Zeit des „Flower Power“ war geboren. Modisch gab es keine Grenzen mehr, je bunter und ausgefallener, je besser.

Musikalisch sind mir besonders Abba und David Bowie, John Travolta & Olivia Newton-John, George Baker Selection und noch einige mehr in Erinnerung geblieben. Damals war ich noch zu klein und ich machte mir nichts aus dieser Musik. Doch heute weiss ich die Musik dieser Zeit sehr zu schätzen und höre sie manchmal sehr gerne!

Das Fernsehprogramm hatte nur drei Programme. In schwarz/weiss: ARD, ZDF und bei uns der WDR. Wobei es als chic galt, sich überhaupt einen Fernseher leisten zu können. Ich bin in einer idyllischen Reihenhaussiedlung aufgewachsen und es war damals nicht selbstverständlich, dass jeder Haushalt einen Fernseher hatte. Meine Familie hatte den ersten Fernseher 1974, pünktlich zur Fußball-WM. Ein kleines bisschen kann ich mich daran erinnern und fand es gestern wie heute unglaublich spannend, bewegte Bilder aus einem Kasten zu empfangen.  Dazu wurde natürlich damals auch schon gegrillt, Würstchen auf dem Holzkohlegrill und meine Mama machte dazu den bis heute unschlagbar leckeren Kartoffelsalat!

Die 70er waren noch soviel mehr, aber bis hierhin waren es einfach mal meine Erinnerungen und Gedanken an diese wunderschöne Zeit….